Verbraucherstimmung stabilisiert sich: GfK Konsumklima Dezember 2025 zeigt leichten Aufwärtstrend

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland zeigt sich zum Jahresende 2025 gefestigt, wenngleich ein einheitlicher positiver Trend noch auf sich warten lässt. Das GfK Konsumklima Dezember 2025, welches gemeinsam von NIQ/GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) herausgegeben wird, verzeichnet einen leichten Anstieg. Trotz sinkender Einkommens- und Konjunkturerwartungen sorgen eine steigende Anschaffungsneigung und eine sinkende Sparquote für eine moderate Aufhellung des Konsumklimas. Dies sind wichtige Signale für den Einzelhandel in der entscheidenden Phase des Weihnachtsgeschäfts.

Verbraucherstimmung stabilisiert sich: GfK Konsumklima Dezember 2025 zeigt leichten Aufwärtstrend
Verbraucherstimmung stabilisiert sich: GfK Konsumklima Dezember 2025 zeigt leichten Aufwärtstrend

Entwicklung beim GfK Konsumklima Dezember 2025

Der prognostizierte Wert für das GfK Konsumklima Dezember 2025 klettert im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Zähler nach oben und pendelt sich bei -23,2 Punkten ein. Diese Entwicklung markiert eine Stabilisierung auf einem immer noch niedrigen Niveau. Betrachtet man die Zeitreihe der letzten Jahre, so wird deutlich, dass sich die Verbraucherstimmung nach den historischen Tiefstständen im Jahr 2022 zwar erholt hat, jedoch weiterhin weit von den positiven Werten früherer Jahre entfernt ist.

Die Stabilisierung zum Jahresende ist primär darauf zurückzuführen, dass die privaten Haushalte in Deutschland wieder etwas bereitwilliger sind, Geld für größere Anschaffungen auszugeben, und gleichzeitig ihre Sparanstrengungen leicht zurückfahren. Diese gegenläufigen Bewegungen kompensieren die pessimistischeren Aussichten bezüglich der allgemeinen Wirtschaftslage und der eigenen Einkommensentwicklung. Das GfK Konsumklima Dezember 2025 sendet somit ein Signal der Beständigkeit, ohne jedoch eine euphorische Trendwende einzuleiten.

Anschaffungsneigung steigt spürbar an

Ein Lichtblick im aktuellen Report ist die Entwicklung der Anschaffungsneigung. Dieser Indikator, der die Bereitschaft der Verbraucher misst, langlebige Gebrauchsgüter zu erwerben, verzeichnete im November einen Zuwachs von 3,3 Zählern. Mit einem Wert von -6,0 Punkten erreicht die Konsumfreude damit exakt das Niveau des Vorjahresmonats im November 2024.

Interessant ist hierbei der Jahresverlauf: Der aktuelle Wert stellt den zweithöchsten Stand des gesamten Jahres 2025 dar. Lediglich im April 2025 lag die Anschaffungsneigung mit -4,9 Punkten noch etwas höher. Diese Entwicklung ist für die Binnenkonjunktur von zentraler Bedeutung, da der private Konsum eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaftsleistung darstellt. Dass sich die Anschaffungsneigung gerade im Umfeld des GfK Konsumklima Dezember 2025 verbessert, deutet darauf hin, dass viele Haushalte trotz finanzieller Unsicherheiten bereit sind, notwendige oder aufgeschobene Investitionen nun zu tätigen.

Parallel dazu ist die Sparneigung um 2,1 Zähler auf 13,7 Punkte gesunken. Ein Rückgang der Sparneigung wirkt sich rechnerisch positiv auf das Konsumklima aus, da angenommen wird, dass die nicht gesparten Mittel dem Konsumkreislauf zufließen.

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Verbraucherstimmung stabilisiert sich: GfK Konsumklima Dezember 2025 zeigt leichten Aufwärtstrend
Verbraucherstimmung stabilisiert sich: GfK Konsumklima Dezember 2025 zeigt leichten Aufwärtstrend

Einkommenserwartungen erleiden Dämpfer

Während die Ausgabebereitschaft steigt, trübt sich der Blick der Bürger auf ihre finanziellen Möglichkeiten ein. Die Einkommenserwartung sinkt im November zum zweiten Mal in Folge. Mit einem Minus von 2,4 Zählern fällt der Rückgang zwar moderater aus als noch im Vormonat, dennoch rutscht der Indikator mit -0,1 Punkten knapp in den negativen Bereich.

Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im März 2025 gemessen. Dieser Rückgang im Kontext des GfK Konsumklima Dezember 2025 legt nahe, dass die Verbraucher skeptisch bleiben, was die Entwicklung ihrer Reallöhne und ihrer Kaufkraft betrifft. Mögliche Ursachen könnten anhaltende Preissteigerungen in bestimmten Lebensbereichen oder Unsicherheiten am Arbeitsmarkt sein, die die Zuversicht der Haushalte dämpfen. Wenn Verbraucher davon ausgehen, dass sich ihre finanzielle Lage in den kommenden zwölf Monaten nicht verbessern oder gar verschlechtern wird, planen sie ihre Budgets vorsichtiger. Dass die Anschaffungsneigung dennoch steigt, könnte auf sogenannte Vorzieheffekte oder den Abbau von Ersparnissen für das Weihnachtsgeschäft hindeuten.

Konjunkturaussichten bleiben verhalten

Nicht nur die persönliche Geldbörse, auch die gesamtwirtschaftliche Lage wird von den Verbrauchern kritisch beäugt. Die Konjunkturerwartungen, ein weiterer Teilindikator beim GfK Konsumklima Dezember 2025, mussten Verluste hinnehmen. Der Indikator sank um 1,9 Zähler auf -1,1 Punkte.

Damit verfestigt sich die Einschätzung der deutschen Verbraucher, dass in naher Zukunft keine dynamische Erholung der deutschen Wirtschaft zu erwarten ist. Zwar liegt der Wert noch immer 2,5 Zähler über dem Niveau des Vorjahres, doch der erneute Rückgang signalisiert Stagnation. Die Bürger scheinen keine Impulse zu erkennen, die kurzfristig zu einem spürbaren Aufschwung führen könnten. Diese Skepsis gegenüber der Makroökonomie korrespondiert mit den gedämpften Einkommenserwartungen und verhindert, dass das Konsumklima deutlichere Sprünge nach oben macht.

Bedeutung für den Einzelhandel und Ausblick

Für den Einzelhandel sind die Daten des GfK Konsumklima Dezember 2025 eine Nachricht mit zwei Seiten. Einerseits fehlt die große Dynamik für einen Rekordumsatz, andererseits deutet die Stabilität auf ein solides Geschäft hin. Rolf Bürkl, Experte beim NIM, ordnet die Lage so ein, dass sich das Konsumklima fast exakt auf dem Vorjahresniveau bewegt.

Dies lässt auf ein stabiles Weihnachtsgeschäft schließen. Die Verbraucher befinden sich in einer vergleichbaren Stimmungslage wie Ende 2024. Es ist weder mit einem Einbruch des Konsums noch mit einem überraschenden Kaufrausch zu rechnen. Die Händler können mit einer gewissen Planungssicherheit in die umsatzstärksten Wochen des Jahres gehen.

Langfristig betrachtet zeigt die Grafik der Konsumklima-Entwicklung, dass die Talsohle durchschritten ist, der Weg zurück zur „Nulllinie“ (dem langjährigen Durchschnitt vor den Krisen) jedoch mühsam und volatil bleibt. Die Kurve flacht sich Ende 2025 ab, was als Bodenbildung interpretiert werden kann. Damit sich das GfK Konsumklima Dezember 2025 in den kommenden Monaten in einen nachhaltigen Aufwärtstrend verwandeln kann, bräuchte es vermutlich stärkere positive Impulse von der Einkommensseite und mehr Klarheit bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Bis dahin bleibt die Devise: Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

Faktenbox

Kernzahlen: GfK Konsumklima Dezember 2025
Konsumklima-Indikator (Prognose)-23,2 Punkte (+0,9 Zähler)
Anschaffungsneigung-6,0 Punkte (+3,3 Zähler)
Einkommenserwartung-0,1 Punkte (-2,4 Zähler)
Konjunkturerwartung-1,1 Punkte (-1,9 Zähler)
Sparneigung13,7 Punkte (-2,1 Zähler)
Veröffentlichungsdatum27. November 2025