Jahresbericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur 2023/2024: Fortschritte bei Internetqualität

Der Jahresbericht zur Breitbandmessung 2023/2024 der Bundesnetzagentur liegt vor. Er gibt Auskunft über die Leistung stationärer und mobiler Breitbandanschlüsse im Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024. Erfasst wurde, in welchem Maße die tatsächlich erreichten Datenübertragungsraten den vertraglich zugesicherten Geschwindigkeiten entsprechen. Insgesamt wurden über 276.000 stationäre und mehr als 562.000 mobile Messungen ausgewertet.

Jahresbericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur 2023/2024: Fortschritte bei Internetqualität
Jahresbericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur 2023/2024: Fortschritte bei Internetqualität

Stationäre Anschlüsse: Mehrheit erreicht vereinbarte Leistung

Laut Jahresbericht zur Breitbandmessung konnten 86,5 % der Nutzer bei stationären Anschlüssen im Download mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenrate erreichen – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (85,5 %). Bei 45,2 % der Messungen wurde der volle Wert sogar erreicht oder überschritten.

Im Upload zeigen sich ähnliche Fortschritte: 90,7 % der Nutzer erreichten mindestens 50 % der vereinbarten Geschwindigkeit. Besonders hohe Werte wurden bei Bandbreiten ab 200 Mbit/s festgestellt. In Städten fiel das Verhältnis zwischen tatsächlicher und vertraglich vereinbarter Geschwindigkeit besser aus als in ländlichen Gebieten.

Mobile Anschlüsse: 5G bringt neue Dynamik

Der Jahresbericht zur Breitbandmessung weist einen deutlichen Zuwachs bei 5G-Messungen aus. Der Anteil lag bei 44 % (Vorjahr: 28,5 %). Aufgrund stark gestiegener Leistungswerte bei 5G wurden methodische Anpassungen vorgenommen. Erstmals werden 5G-Messwerte in den höchsten Bandbreiteklassen vollständig berücksichtigt – auch wenn sie deutlich über den tariflich vereinbarten Maximalwerten liegen.

Dabei zeigt sich: In den Klassen über 200 Mbit/s schneiden 5G-Tarife deutlich besser ab als 4G-Angebote. Die Telekommunikationsanbieter haben ihre 5G-Tarife teils bewusst offen gestaltet, sodass die Nutzer deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen als ursprünglich vertraglich vorgesehen.

Unterschiede nach Region und Technologie

Wie schon in den Vorjahren zeigt der Jahresbericht zur Breitbandmessung, dass städtische Regionen tendenziell bessere Ergebnisse erzielen als ländliche. Dies gilt sowohl für Festnetz- als auch für Mobilfunkanschlüsse. Zudem profitieren 5G-Nutzer nicht nur von höheren Datenraten, sondern auch von geringeren Latenzzeiten.

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Die durchschnittliche Zufriedenheit ist gestiegen: 79,6 % der Nutzer bewerteten ihren Festnetzanschluss mit den Noten 1 bis 3. Im Mobilfunk liegt die Zufriedenheit bei 66,1 % (4G) bzw. über 73 % (5G).

Jahresbericht zur Breitbandmessung zeigt positive Entwicklung

Der aktuelle Jahresbericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur dokumentiert eine insgesamt verbesserte Internetqualität in Deutschland. Fortschritte gab es insbesondere beim 5G-Ausbau, bei Uploadraten und bei der Latenz. Dennoch bestehen weiterhin Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Regionen sowie zwischen den Netztechnologien.

Die vollständigen Daten sowie interaktive Darstellungen sind online unter breitbandmessung.de abrufbar. Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage für den weiteren Netzausbau und die Bewertung der Leistungsfähigkeit von Internetanschlüssen.