Market Research Trends 2026: KI gewinnt strategische Bedeutung in der Marktforschung
Der neue Qualtrics-Report Market Research Trends 2026 zeigt eine deutliche Verschiebung in der Marktforschung: KI-gestützte Forschung erhält mehr Budget, mehr Einfluss und verändert Prozesse grundlegend. Während moderne Teams mit synthetischen Daten und spezialisierten KI-Funktionen ihre Wirkung ausbauen, geraten traditionelle Forschungsteams zunehmend ins Hintertreffen.
Stärkerer Einfluss durch spezialisierte KI – Ergebnisse aus dem Report
Inhaltsverzeichnis
Laut Market Research Trends 2026 berichten 72 Prozent der Forschungsteams, die synthetische Antworten, agentische KI und spezialisierte Analysefunktionen nutzen, von einer deutlich höheren Nachfrage nach ihrer Arbeit. Dieser wachsende Einfluss wirkt sich unmittelbar auf Budgetentscheidungen aus. Klassische Teams, die mit herkömmlichen Methoden arbeiten oder nur grundlegende KI-Tools einsetzen, erleben hingegen stagnierende oder sinkende Nachfrage.
Die Daten zeigen zudem, dass Teams ohne spezialisierte KI-Werkzeuge viermal häufiger an strategischem Einfluss verlieren. Der Abstand zwischen beiden Gruppen wächst nach Angaben der Studie schnell weiter. Unternehmen, die frühzeitig auf spezialisierte KI umgestiegen sind, profitieren von besseren Analysen, schnelleren Prozessen und einer stärkeren Position im Innovationszyklus.
Verschiebung in der Tool-Landschaft: spezialisierte KI überholt generische Lösungen
Im Report Market Research Trends 2026 wird ein deutlicher Wandel in der KI-Nutzung beschrieben. Mehr als die Hälfte der Forscher nutzt KI inzwischen regelmäßig, und fast alle haben erste Erfahrungen gesammelt. Besonders auffällig ist der Rückgang generischer Tools wie Chatbots. Während diese im Vorjahr noch bei 75 Prozent der Befragten im Einsatz waren, liegt der Anteil nun bei 67 Prozent.
Gleichzeitig steigt der Einsatz spezialisierter KI-Funktionen innerhalb professioneller Forschungsplattformen auf 66 Prozent. Zu den meistgenutzten Funktionen gehören:
- Konversationsanalysen aus Live-Interaktionen
- KI-gestützte visuelle Inhaltsanalysen aus qualitativen Studien
Teams, die synthetische Forschungsdaten einsetzen, arbeiten laut Report grundsätzlich anders: Sie sind häufiger in der frühen Innovationsphase aktiv, übernehmen zusätzliche Aufgaben in Go-to-Market-Projekten und spielen eine größere Rolle bei finalen Produkttests. Zudem sehen 45 Prozent der Forscher synthetische Daten bereits als verlässlichste Quelle an.
Unternehmen wie Gabb nutzen spezielle synthetische Modelle von Qualtrics, die laut Studie Ergebnisse liefern, die menschlichen Antworten sehr nahekommen. Dies ermöglicht schnellere Tests, geringere Kosten und breitere Zielgruppenanalysen.
KI-Agenten beschleunigen Prozesse und öffnen Insights für mehr Teams
Ein weiterer Trend im Report Market Research Trends 2026 ist der wachsende Einsatz agentischer KI. Bereits 15 Prozent der Forscher setzen solche Agenten aktiv ein, doch 78 Prozent erwarten, dass diese innerhalb von drei Jahren mehr als die Hälfte aller Projekte übernehmen können.
Ihr Nutzen zeigt sich besonders bei der Kapazitätserweiterung ohne zusätzliches Personal. Teams, die regelmäßig mit KI-Agenten arbeiten, berichten zu 84 Prozent von deutlich effizienteren Prozessen. Bei Teams ohne agentische KI liegt dieser Wert bei 68 Prozent.
Laut Qualtrics bieten KI-Agenten einen weiteren Vorteil: Sie demokratisieren den Zugang zu Insights. Produktmanager, Marketingteams und Führungskräfte können Analysen anstoßen, ohne auf interne Forschungsteams warten zu müssen. Der Engpass verlagert sich damit von der Datenaufbereitung hin zur Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen.
Kluft zwischen Führungsebene und operativen Teams bleibt bestehen
Trotz hoher Investitionen zeigt der Report Market Research Trends 2026 eine deutliche Diskrepanz zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden in der Bewertung von KI. Während 39 Prozent der Führungskräfte überzeugt sind, dass KI ihre Prozesse revolutioniert habe, stimmen lediglich 19 Prozent der operativen Teams zu.
Auch beim Vertrauen in synthetische Daten besteht eine Lücke:
79 Prozent der Führungskräfte halten die Qualität synthetischer Daten für hoch, jedoch nur 61 Prozent der Teams.
Der Report zeigt zudem unterschiedliche Erwartungen hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Arbeitsplätze: Nur 5 Prozent der Führungskräfte fürchten negative Beschäftigungseffekte, gegenüber 15 Prozent der Mitarbeitenden.
Diese Unterschiede bremsen laut Qualtrics den Erfolg vieler KI-Initiativen. Ohne gemeinsame Erfolgskriterien, ausreichende Schulungen und einheitliches Verständnis bleiben Potenziale ungenutzt.
Bedeutung für die Branche und Ausblick
Die Ergebnisse des Market Research Trends 2026 zeigen, dass die Marktforschung sich in einer Übergangsphase befindet, die von einem klaren technologischen Wandel geprägt ist. KI wird zur Grundvoraussetzung für Geschwindigkeit, Genauigkeit und strategische Relevanz. Teams, die früh investieren, sichern sich Wettbewerbsvorteile, während klassische Strukturen an Agilität verlieren.
Für die kommenden Jahre erwartet Qualtrics eine deutliche Ausweitung synthetischer Forschung, eine stärkere Integration agentischer KI in Standardprozesse und eine breitere Nutzung KI-gestützter Entscheidungswerkzeuge in Fachabteilungen außerhalb der Marktforschung.
Faktenbox
| Zentrale Ergebnisse aus Market Research Trends 2026 | |
|---|---|
| Einflusssteigerung durch KI | 72 % der KI-intensiven Teams berichten von höherer Nachfrage nach Forschung |
| Nutzung spezialisierter KI | 66 % nutzen integrierte KI-Funktionen in Forschungssoftware |
| Verlässlichkeit synthetischer Daten | 45 % betrachten synthetische Daten als verlässlichste Quelle |
| Agentische KI | 78 % erwarten, dass KI-Agenten bis 2029 mehr als die Hälfte der Projekte übernehmen |