Werbemarkt Deutschland 2025
Der Werbemarkt Deutschland 2025 erlebt laut Nielsen im September einen weiteren Dämpfer. Trotz eines leichten Anstiegs gegenüber den Sommermonaten bleiben die Werbeinvestitionen im Jahresvergleich rückläufig. Laut aktuellem Nielsen Werbetrend wurden 3,3 Milliarden Euro investiert – ein Minus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders betroffen sind Fernsehen und Außenwerbung, während Print und digitale Formate teils wieder an Dynamik gewinnen.
TV unter Druck – Print stabilisiert sich
Inhaltsverzeichnis
Mit einem Marktanteil von 49,4 Prozent bleibt das Fernsehen die umsatzstärkste Gattung im Werbemarkt Deutschland 2025. Dennoch verzeichnet das Segment ein deutliches Minus von 5,3 Prozent. Die anhaltende Unsicherheit über Konsumverhalten und Konjunktur dämpft die Budgets, insbesondere bei großen Marken. Demgegenüber erleben Zeitungen ein bemerkenswertes Comeback: Sie steigern ihr Volumen auf 536,5 Millionen Euro – ein Plus von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Radio zeigt sich stabil und wächst um 3,3 Prozent auf 195,2 Millionen Euro.
Publikumszeitschriften hingegen bleiben leicht im Minus und erreichen 206,0 Millionen Euro, was einem Rückgang von 4,8 Prozent entspricht. Insgesamt legen Printmedien dennoch um 4,5 Prozent zu, getragen durch die starke Entwicklung der Tageszeitungen.
Digitale Werbung mit solidem Wachstum
Online-Werbung behauptet sich als Wachstumstreiber im Werbemarkt Deutschland 2025. Mit einem Plus von 5,6 Prozent steigert die Gattung ihren Werbeumsatz auf 429,5 Millionen Euro. Besonders stark bleiben Formate im Bereich Retail Media und programmatischer Kampagnen. Die Budgets fließen zunehmend in zielgruppenspezifische Ausspielungen, was klassische Volumenmodelle im TV weiter unter Druck setzt.
Online-Dienstleistungen hingegen verzeichnen mit 47,6 Millionen Euro ein deutliches Minus von 17,3 Prozent. Hier setzen sich die budgetseitigen Kürzungen der Sommermonate fort, insbesondere bei Plattformbetreibern und digitalen Services.
Außenwerbung mit deutlichem Rückgang
Out-of-Home-Werbung (OOH) verliert im September 11,4 Prozent und fällt auf 281,1 Millionen Euro. Nach einem starken Frühjahr kommt es zu klaren Budgetverschiebungen. Unternehmen reagieren auf veränderte Mobilitätsmuster und setzen verstärkt auf flexible Online-Kanäle. Die Schwankungen deuten auf taktische Budgetkürzungen hin, die kurzfristig auf Marktunsicherheiten reagieren.
Das Kino zeigt sich nahezu unverändert und bleibt mit 69,4 Millionen Euro stabil (+0,3 Prozent). Nach den Vorjahren der Wiederbelebung bewegt sich das Medium nun auf konstantem Niveau.
Branchenentwicklung: Lebensmittelhandel bleibt dominant
Der Lebensmitteleinzelhandel ist weiterhin die stärkste werbetreibende Branche im Werbemarkt Deutschland 2025. Mit 181,3 Millionen Euro steigert das Segment seine Investitionen um 4,6 Prozent. Angesichts intensiver Wettbewerbsdynamik und Sortimentskampagnen bleiben Lebensmittelketten ein zentraler Impulsgeber.
Anders verhält es sich bei der Unternehmenswerbung, die im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent sinkt. Dies deutet auf eine vorsichtigere Investitionsstrategie im B2B-Bereich hin. Auch Online-Dienstleistungen reduzieren ihre Budgets deutlich.
Herbst als Bewährungsprobe
Der September 2025 zeigt, dass sich der Werbemarkt Deutschland 2025 in einer Phase der Neujustierung befindet. Während klassische Gattungen wie TV Marktanteile verlieren, gewinnen Print und digitale Kanäle an Stabilität. Für das vierte Quartal bleiben entscheidende Fragen offen: Zieht das Weihnachtsgeschäft an? Und wie reagieren Unternehmen auf die wirtschaftliche Lage?
Der weitere Verlauf wird maßgeblich davon abhängen, ob Konsumstimmung und Konjunktur im Herbst neue Impulse setzen. Die kommenden Monate werden zur entscheidenden Bewährungsprobe für Budgets und Medienmix.
Faktenbox
| Zentrale Kennzahlen Werbemarkt Deutschland 2025 (September) | |
|---|---|
| Gesamtvolumen | 3,3 Mrd. Euro (-2,0 % zum Vorjahr) |
| TV-Werbung | 1,6 Mrd. Euro (-5,3 %) |
| Zeitungen | 536,5 Mio. Euro (+8,6 %) |
| Online-Werbung | 429,5 Mio. Euro (+5,6 %) |
| OOH | 281,1 Mio. Euro (-11,4 %) |
| Lebensmitteleinzelhandel | 181,3 Mio. Euro (+4,6 %) |