Werbemarkt Deutschland Juni 2025: TV trotzt dem Abwärtstrend

Der Werbemarkt Deutschland Juni 2025 zeigt laut aktuellen Nielsen-Zahlen eine gemischte Entwicklung: Während viele Medienkanäle rückläufige Bruttowerbeausgaben verzeichnen, kann das Fernsehen leicht zulegen. Besonders Printmedien, Außenwerbung und digitale Dienste stehen weiter unter Druck. Gleichzeitig investieren Branchen wie der Einzelhandel stärker in Werbung – ein Zeichen für den zunehmenden Wettbewerbsdruck.

Werbemarkt Deutschland Juni 2025: TV trotzt dem Abwärtstrend
Werbemarkt Deutschland Juni 2025: TV trotzt dem Abwärtstrend

Fernsehen behauptet sich im Werbemarkt Deutschland Juni 2025

Im Werbemarkt Deutschland Juni 2025 bleibt das Fernsehen eine stabile Größe: Die Bruttowerbeausgaben lagen bei 1,17 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber Juni 2024 entspricht. Damit ist TV einer der wenigen Kanäle, der sich dem Negativtrend entziehen konnte.

Dagegen zeigen sich bei Zeitungen starke Verluste. Mit 426 Millionen Euro lagen die Ausgaben 9,7 Prozent unter dem Vorjahreswert – gegenüber Mai 2025 ergibt sich sogar ein Rückgang um 14,9 Prozent. Auch die Außenwerbung verzeichnet ein Minus: Mit 283 Millionen Euro liegt sie 9,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Einzelhandel und LEH investieren deutlich mehr in Werbung

Ein deutliches Wachstum im Werbemarkt Deutschland Juni 2025 kommt aus dem Handel: Die Branche steigerte ihre Werbeausgaben um 35,8 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) legte um 24,1 Prozent zu und investierte 1,19 Milliarden Euro – ein Indiz für den hohen Wettbewerbsdruck in diesen Segmenten.

Die Zahlen zeigen, dass Werbung in umkämpften Märkten weiterhin als entscheidendes Mittel zur Kundenbindung und Markenpräsenz genutzt wird – trotz insgesamt verhaltener Budgets in anderen Branchen.

Online-Dienste, Radio und Print verlieren weiter

Online-Dienstleistungen schwächeln im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Mit 406 Millionen Euro sanken die Ausgaben um 29,8 Prozent. Auch das Radio verliert weiter: Die Spendings betrugen im Juni 145 Millionen Euro – 13,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, 17 Prozent weniger als im Mai 2025.

Anzeige

Publikumszeitschriften verzeichneten im Werbemarkt Deutschland Juni 2025 ebenfalls rückläufige Zahlen. Mit 176 Millionen Euro lagen die Ausgaben 7,4 Prozent unter dem Vorjahreswert und 18 Prozent unter dem Vormonat. Kino bildet eine Ausnahme: Hier wurde ein leichter Anstieg im Monatsvergleich beobachtet, auch wenn die Zahlen gegenüber Juni 2024 weiterhin rückläufig sind (minus 8 Prozent).

Werbemarkt Deutschland Juni 2025 bleibt unter Druck

Der Werbemarkt Deutschland Juni 2025 zeigt ein insgesamt schwaches Bild. Klassische Mediengattungen wie Zeitungen, Radio und Außenwerbung verlieren weiterhin Marktanteile, während das Fernsehen seine Rolle als stabiler Werbekanal behauptet. Besonders auffällig ist das starke Engagement des Einzelhandels, das den Trend zur gezielten Investition in mediale Sichtbarkeit unterstreicht.

Laut Nielsen-Experte Andreas Meffert bleibt Werbung in wettbewerbsintensiven Märkten ein zentraler Erfolgsfaktor – gerade in Zeiten wirtschaftlicher Zurückhaltung. Ob sich dieser Trend im zweiten Halbjahr 2025 fortsetzt, wird maßgeblich von Konsumverhalten und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung abhängen.