Startup-Geschäftsklima bricht ein – Gründer setzen auf Innovation
Startup-Geschäftsklima bricht ein: Laut dem Deutschem Startup Monitor 2025 [PDF] liegt der Index mit 31,7 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit der Corona-Krise 2020. Das zeigt, wie stark die schwache Konjunktur und die Investitionszurückhaltung etablierter Unternehmen auch junge Firmen belasten. Trotz des Einbruchs sehen Gründer ihre langfristigen Chancen weiterhin positiv und setzen auf Innovationskraft.
Startup-Geschäftsklima bricht ein auf Krisenniveau
Inhaltsverzeichnis
Nach einem stabilen Niveau in den Vorjahren rutschte das Geschäftsklima 2025 erstmals wieder auf das Niveau von 2020 ab. Besonders die Unsicherheit im Markt sorgt für Zurückhaltung. Die stagnierende deutsche Wirtschaft wirkt sich direkt auf Startups aus, da Innovationen seltener nachgefragt werden.
- Geschäftslage aktuell (2025): 12,6 % schlecht, 48,4 % befriedigend, 39,0 % gut (Vorjahr: 7,1 % / 36,2 % / 56,8 %).
- Geschäftserwartung in 6 Monaten: 7,6 % schlecht, 40,4 % befriedigend, 52,0 % gut (2024: 7,1 % / 36,2 % / 56,8 %).
Obwohl sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen sinken, bleibt ein Grundoptimismus bestehen.
Gründer bleiben langfristig optimistisch
70,5 % der Gründer rechnen bis Ende 2026 mit einer positiven Geschäftsentwicklung, wenngleich dieser Wert leicht rückläufig ist (2024: 79,8 %). Auffällig ist, dass 66,5 % der Befragten Schwierigkeiten haben, eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung abzugeben.
Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbands, betont: „Gerade in Krisenzeiten sind Startups Treiber von Aufbruch und Innovation – das muss Politik und Wirtschaft jetzt nutzen.“
Investmentlage: leichte Verbesserung, internationaler Rückstand
Auch die Finanzierungslage bleibt ein neuralgischer Punkt. 2025 bewerten 55,5 % der Gründer sie als befriedigend oder gut – ein Anstieg gegenüber 49,3 % im Vorjahr. Dennoch sehen 44,5 % die Situation weiterhin als schlecht an.
Im internationalen Vergleich zeigt sich der Rückstand besonders deutlich:
- USA: Startup-Investitionen etwa viermal so hoch wie in Deutschland.
- Großbritannien: Dreimal so hoch.
- Frankreich: Rund 1,4-mal höher.
Die Analyse zeigt zudem, dass Venture-Capital-Investitionen in Deutschland zwar steigen, aber im Verhältnis zum BIP im internationalen Vergleich weit zurückliegen.
Startup-Geschäftsklima bricht ein – Unicorns wachsen trotzdem
Trotz der angespannten Lage steigt die Zahl der Unicorns: Ende 2025 waren es 31, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (28). Seit 2021 wuchs die Zahl fast kontinuierlich und zeigt die Innovationskraft des deutschen Standorts. Besonders KI und DeepTech gelten als Wachstumstreiber.
Der Report basiert auf einer Befragung von 1.846 Startups zwischen Juni und August 2025. Erfasst wurden Geschäftslage, Erwartungen und Investmentbedingungen. Herausgeber ist der Startup-Verband in Kooperation mit dem ifo Zentrum für Makroökonomik und Befragungen.
Ausblick: Politischer Handlungsdruck wächst
Angesichts des Rückstands im internationalen Vergleich setzt der Startup-Verband auf die geplante Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung. Diese soll Kapitalzugang erleichtern und Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Ohne zusätzliche Impulse droht Deutschland jedoch, bei zentralen Technologien wie KI und DeepTech dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten.
| Fakten zum Deutschen Startup Monitor 2025 | |
|---|---|
| Startup-Geschäftsklima | 31,7 Punkte – niedrigster Stand seit 2020 |
| Geschäftslage 2025 | 12,6 % schlecht / 48,4 % befriedigend / 39,0 % gut |
| Erwartung in 6 Monaten | 7,6 % schlecht / 40,4 % befriedigend / 52,0 % gut |
| Langfristiger Optimismus | 70,5 % erwarten bessere Lage bis Ende 2026 |
| Investmentlage 2025 | 44,5 % schlecht / 37,7 % befriedigend / 17,8 % gut |
| Internationale Investitionen | USA: 4x / UK: 3x / Frankreich: 1,4x höher als DE |
| Anzahl Unicorns | 31 Startups (2025) |
| Teilnehmende Startups | 1.846 Unternehmen |
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