Oktoberfest: Tradition mit modernen Bezahlverfahren

Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeit, den Einkauf völlig kontaktlos zu bezahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie beim Discounter einkaufen oder im Supermarkt. Beim diesjährigen Münchner Oktoberfest wird das ebenfalls beobachtet werden können: Immer mehr Menschen werden ihr Smartphone nutzen, das sich über die Jahre zum digitalen Geldbeutel entwickelt hat.

Oktoberfest: Tradition mit modernen Bezahlverfahren
Oktoberfest: Tradition mit modernen Bezahlverfahren

Da schon in den letzten Jahren vermehrt zum Smartphone gegriffen wurde, haben die Stände, Zelte sowie Schausteller bereits angekündigt, vorwiegend kontaktlose Bezahlverfahren zu bewerben. Das heißt, klassische Kartenzahlung, Apple Pay und Google Pay werden aktiv beworben. Laut dem Bezahldienstleister „MeinFest“ sind es schon über 160 Betriebe, die den Gästen die Möglichkeit einräumen, dass sie bargeldlos bzw. kontaktlos bezahlen können. Das traditionsreiche Volksfest erlebt also die Digitalisierung.

Im Armbrustschützenzelt kann erstmals ohne Bargeld bezahlt werden

Laut der Münchner Tageszeitung war das Bezahlen mit der Karte vorwiegend in den Büros der Zelte und in den VIP Boxen üblich. In den Zelten gab es nur vereinzelt die Möglichkeit, mit Karte oder Smartphone zu bezahlen. Dass jetzt dann per Google Pay oder Apple Pay an den Bedienungen bezahlt werden kann bzw. direkt am Tisch, zeigt, dass man auf die starke Nachfrage reagiert und in Richtung Digitalisierung geht.

Wenn man dieses Jahr das Zelt von Wirt Peter Inselkammer besucht, kann man etwa erstmals auch kontaktlos mit dem Smartphone bezahlen. Im Armbrustschützenzelt ist es also zum ersten Mal während des Oktoberfests möglich, das Bargeld im Beutel lassen zu können. „Wir wollen das jetzt schrittweise bei uns im Zelt einführen“, so der Wirt.

Aktuell werden zwei verschiedene Verfahren getestet: Einerseits arbeiten die Bedienungen mit Kartenterminals des Anbieters SumUp. Dadurch kann kontaktlos bezahlt werden. Beispielsweise über Apple Pay oder Google Pay. Andererseits gibt es aber auch die Möglichkeit, dass die Bedienungen den Gästen einen QR Code vorzeigen, der dann mit dem Smartphone gescannt wird. Man gelangt auf eine sichere Webseite, der Kunde gibt den Betrag ein und sendet die Zahlung ab. Welches Verfahren etwa im Armbrustschützenzelt zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht fest.

Überlastetes Mobilfunknetz stellt kein Problem mehr dar

Schausteller-Sprecher Peter Bausch weiß, dass die Mehrzahl der Schaustellerbetriebe die Kartenzahlung akzeptiert. Inklusive auch dem Angebot, dass man per Smartwatch oder Smartphone bezahlen kann.

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Problematisch war bislang oft das überlastete Mobilfunknetz. Heute ist die Netzstabilität jedoch deutlich besser als noch vor ein paar Jahren. So wechselt beispielsweise das Smartphone an einem Selbstbedienungsautomaten automatisch das Mobilfunknetz. Das erhöht in weiterer Folge auch die Zahlungssicherheit.

Dass das Oktoberfest einem allgemeinen Trend folgt, kann als positiv gewertet werden. Schließlich erwarten die Kunden schnelle, unkomplizierte und sichere Zahlungsmethoden. Wie auch im Internet. Wer im Online Shop eine Bestellung aufgibt, entscheidet sich ebenfalls für eine sichere Methode, die auch schnell ist. Etwa auch im Bereich Glücksspiel. Wenn LUGAS nicht aktiv ist, das Online Casino also ohne deutsche Lizenz operiert, kann man auf verschiedene Zahlungsmethoden zugreifen, die schnell und sicher sind, zum Teil sogar anonym. Beispielsweise auf Prepaid-Lösungen oder auch Kryptowährungen. Dass dann auch in der realen Welt in erster Linie Zahlungsmethoden gewählt werden, die schnell und sicher sind, mag daher nicht überraschend sein.

Kann man noch Trinkgeld geben?

Doch wie funktioniert das alles? In diesem Jahr muss im Armbrustschützenzelt für eine Maß Bier 15,50 Euro bezahlt werden. Mit der kontaktlosen Bezahlung wird das Smartphone oder die Smartwatch oder die Debit- bzw. Kreditkarte auf das Lesegerät gehalten. Dann folgt die automatische Abbuchung, ohne dass ein PIN eingegeben werden muss.

Wenn eine Maß 15,50 Euro kostet, dann ist es übrigens wahrscheinlich, dass der Kunde auf 16 Euro aufrundet. Kann man, wenn man sich für kontaktloses Bezahlen entscheidet, Trinkgeld geben? Ja. Es gibt bereits einige Terminals, die Trinkgeldvorschläge machen, sodass der Gast dann den entsprechenden Betrag hinzufügen kann.

Rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz

Das in München auf der Theresienwiese stattfindende Oktoberfest ist mehr als nur ein Jahrmarkt. Rund 6 Millionen Menschen besuchen das Oktoberfest und machen es zu einem der größten Volksfeste der Welt. Das ist natürlich auch ein enormer Wirtschaftsfaktor. Auf der Theresienwiese sowie in der Stadt München werden während des Oktoberfests um die 1,5 Milliarden Euro umgesetzt.

Die Wirte, die auf der Wiesn sind, betreiben das gesamte Jahr über Betriebe. Etwa Metzgereien, Hotels sowie Restaurants oder auch landwirtschaftliche Betriebe. Christian Schottenhamel, einer der Festwirte, weiß: „Wir geben unseren Mitarbeitern eine gesunde wirtschaftliche Basis, damit sie sich ihre Heimat München leisten können.“