Smarte Sicherheitstechnik beim BSI erhält eigenes IT-Sicherheitskennzeichen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Produktkategorie „Smarte Sicherheitstechnik beim BSI“ eingeführt. Ab sofort können Hersteller von Alarmanlagen, Smart Locks oder vernetzten Rauchmeldern das IT-Sicherheitskennzeichen beantragen. Ziel ist es, Käufern transparente Informationen über die Cybersicherheit der Produkte bereitzustellen.

Smarte Sicherheitstechnik beim BSI erhält eigenes IT-Sicherheitskennzeichen
Smarte Sicherheitstechnik beim BSI erhält eigenes IT-Sicherheitskennzeichen

Grundlage: Branchenstandard VdS 6063

Die Anforderungen für smarte Sicherheitstechnik beim BSI basieren auf dem Branchenstandard VdS 6063. Dieser definiert verbindliche Cybersicherheitsrichtlinien für Brandschutz- und Sicherungstechnik. Erfasst werden Systeme und Komponenten, die in Wohnhäusern und wohnungsähnlichen Räumen eingesetzt werden. Dazu zählen Einbruchmeldeanlagen, mechatronische Sicherungseinrichtungen wie Smart Locks, Kameras innerhalb von Gefahrenmeldesystemen sowie die dazugehörigen Web-, App- und Cloud-Anwendungen.

Ablauf der Beantragung

Um das IT-Sicherheitskennzeichen für smarte Sicherheitstechnik beim BSI zu erhalten, müssen Hersteller eine Konformitätserklärung zum VdS 6063 abgeben. Vorab prüfen sie eigenständig oder mit Unterstützung einer Konformitätsbewertungsstelle, ob ihr Produkt die Vorgaben erfüllt. Dazu gehört die Verpflichtung, Sicherheitslücken an das BSI zu melden, diese zeitnah zu schließen und regelmäßige Updates bereitzustellen.

Nach der Antragsstellung bewertet das BSI die Unterlagen auf Plausibilität und bekannte Schwachstellen. Wird der Antrag akzeptiert, erhalten Hersteller das Kennzeichen spätestens nach acht Wochen. Während der Laufzeit überprüft das BSI stichprobenartig oder anlassbezogen die Einhaltung der Sicherheitsstandards.

Transparenz für Verbraucher

Mit dem IT-Sicherheitskennzeichen für smarte Sicherheitstechnik beim BSI können Verbraucher die wichtigsten Sicherheitsmerkmale schnell erkennen. Ein QR-Code auf dem Label führt direkt zu einer Informationsseite des BSI. Dort finden sich Details zu Updates, Sicherheitseigenschaften und der aktuellen Produktbewertung. Hersteller dürfen das Label im Onlineshop, auf Verpackungen oder direkt am Gerät anbringen.

Zentrale Sicherheitsanforderungen

Das IT-Sicherheitskennzeichen für smarte Sicherheitstechnik beim BSI umfasst sechs Hauptbereiche:

    • Transparenz: Offenlegung von Sensoren wie Kameras oder Mikrofonen und Richtlinien zum Umgang mit Schwachstellen.
    • Zugriffsschutz: Einsatz individueller, starker Passwörter sowie Schutz vor unbefugten Änderungen.
    • Sichere Kommunikation: Verschlüsselte Übertragung personenbezogener Daten.
    • Aktualisierung: Bereitstellung geprüfter Sicherheitsupdates.
    • Benutzerfreundlichkeit: Einfache Handhabung von Updates, Passwortänderungen und Rücksetzungen.
    • Absicherung von Schnittstellen: Schutz und Deaktivierung nicht benötigter Schnittstellen.

Bedeutung für den Markt

Die Einführung der Produktkategorie „Smarte Sicherheitstechnik beim BSI“ stärkt das Vertrauen in digitale Schutzsysteme. Angesichts der zunehmenden Vernetzung von Haushalten rückt die Cybersicherheit von Sicherheitstechnik immer stärker in den Fokus – sowohl für Verbraucher als auch für Anbieter.

Faktenbox

Smarte Sicherheitstechnik beim BSI
Einführung August 2025
Verantwortlich Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Rechtsgrundlage § 9c BSIG
Standard VdS 6063 – Cyber-Sicherheit für Brandschutz- und Sicherungstechnik
Beantragungsdauer Bis zu 8 Wochen
Produktbeispiele Alarmanlagen, Smart Locks, Kameras, Melde- und Alarmsysteme
Nutzen für Verbraucher Transparente Sicherheitsinformationen per QR-Code