Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird häufig vernachlässigt

In der Urlaubszeit häufen sich Fälle verlorener oder gestohlener Smartphones – mit teils gravierenden Folgen für Nutzerinnen und Nutzer. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft zeigt: Viele Deutsche verzichten auf grundlegende Schutzmaßnahmen. Der Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird dabei häufig unterschätzt.

Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird häufig vernachlässigt
Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird häufig vernachlässigt

Jeder Dritte ohne Schutzmaßnahme auf Reisen

Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage schützen 27 Prozent der Befragten ihr Smartphone vor Reiseantritt überhaupt nicht – weder durch eine Bildschirmsperre noch durch Ortungsdienste oder Datensicherungen. Nur 23 Prozent nutzen Funktionen wie „Mein iPhone suchen“ oder „Find My Device“. Und lediglich 11 Prozent erstellen vor dem Urlaub ein Backup.

Besonders problematisch: 30 Prozent der Teilnehmer könnten im Notfall keine wichtigen Informationen wie IMEI-Nummer, Zugangsdaten oder Notfallkontakte bereitstellen. Weitere 39 Prozent müssten diese Daten erst zeitaufwendig zusammensuchen. Das zeigt, wie schlecht es vielerorts um den Datenschutz am Smartphone im Urlaub bestellt ist.

Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird häufig vernachlässigt
Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird häufig vernachlässigt

Risiken durch verlorene Geräte werden unterschätzt

Smartphones speichern heute deutlich mehr als nur Fotos oder Telefonnummern. Sie sind digitale Schlüssel zu E-Mail-Konten, Banking-Apps, Versicherungsdaten oder auch dienstlichen Informationen. „Ein ungesichertes Gerät in den falschen Händen kann zu Identitätsdiebstahl, Kontenmissbrauch oder sogar Unternehmensrisiken führen“, erklärt Prof. Dr. Norbert Pohlmann, IT-Sicherheitsvorstand bei eco.

Gerade im Urlaub – an Flughäfen, Stränden oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – steigt das Risiko eines Geräteverlusts erheblich. Wer sich nicht vorbereitet, setzt sich einem unnötigen Risiko aus.

Datenschutz am Smartphone im Urlaub aktiv gestalten

eco ruft dazu auf, das Smartphone genauso gut auf die Reise vorzubereiten wie das Gepäck. Fünf einfache Maßnahmen erhöhen die Sicherheit:

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    • Einrichtung einer sicheren Bildschirmsperre (PIN, Passwort oder biometrisch)
    • Aktivierung von Ortungsdiensten („Find My Device“ oder „Wo ist“)
    • Cloud-Backup für Daten wie Fotos und Kontakte
    • Überprüfung und ggf. Deinstallation sensibler Apps (z. B. Banking)
    • Nutzung eines Passwortmanagers anstelle von Browser-Passwortspeicherung

Auch wichtige Informationen wie IMEI-Nummer oder die Kontaktdaten des Mobilfunkanbieters sollten vor der Reise separat notiert werden – für den Fall der Fälle.

Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird häufig vernachlässigt
Datenschutz am Smartphone im Urlaub wird häufig vernachlässigt

Was tun im Verlustfall?

Geht das Smartphone verloren oder wird gestohlen, ist schnelles Handeln gefragt:

    • Gerät per Fernzugriff sperren und orten
    • Mobilfunkanbieter kontaktieren und SIM-Karte sperren lassen
    • Polizei benachrichtigen
    • Zugangsdaten für E-Mail, Social Media oder Banking von einem anderen Gerät aus ändern

Wer vorab für Datenschutz am Smartphone im Urlaub sorgt, kann in solchen Situationen schnell und besonnen reagieren – und größere Schäden vermeiden.

Hintergrund zur Umfrage:
Die Umfrage wurde vom 13. bis 16. Juni 2025 vom Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft durchgeführt. Befragt wurden 2012 Personen ab 18 Jahren in Deutschland. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung.