7 hartnäckige Mythen rund um Lautsprecher und Beschallung

Wenn es um Sound und die perfekte Einstellung geht, scheiden sich bekanntlich die Geister. Das, was aus den Lautsprechern kommt, ist natürlich Geschmackssache, aber es gibt auch einige objektive Gesichtspunkte zu beachten. Leider halten hartnäckige Mythen dagegen, sodass es einiges an Aufklärungsbedarf in puncto Lautsprecher und Beschallung gibt.

7 hartnäckige Mythen rund um Lautsprecher und Beschallung
7 hartnäckige Mythen rund um Lautsprecher und Beschallung

Mythos 1: Mehr Watt = besserer Klang

Eine beliebte Formel, die so leider nicht aufgeht. Mit Watt wird die Leistung eines Verstärkers oder Lautsprechers angegeben. Ein Lautsprecher mit hoher Wattzahl kann also lauter werden, ohne zu verzerren, als ein Lautsprecher mit weniger Watt. Rückschlüsse auf die eigentliche Klangqualität lassen sich dadurch nicht ziehen. Ein leistungsstarker Lautsprecher ist somit noch kein Garant für perfekt ausgewogenen Sound. Ausschlaggebend ist hier letztlich, wo und wie der Lautsprecher genutzt werden soll.

Mythos 2: Digitale Signalverarbeitung klingt immer schlechter als analoge

Nicht wenige Soundfetischisten schwören auf analoge Signalübertragung. Der Klang wird als „wärmer“ und „authentischer“ beschrieben. Das ist erstmal nicht verkehrt, aber daraus zu schließen, dass digitale Klangbilder daher generell schlechter klingen, ist Unsinn. Entscheidend ist nämlich nicht, ob Audiosignale analog oder digital wiedergegeben werden, sondern das Gesamtpaket des Soundspektrums. Dazu gehören unter anderem die reine Signalverarbeitung, die Rauschunterdrückung sowie Aspekte wie Klarheit und Detailgenauigkeit. Wie die einzelnen Kriterien bewertet werden, hängt demnach ebenfalls primär vom Verwendungszweck ab.

Mythos 3: Der Bass muss drücken!

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Klar ist, ohne Bass klingt vieles sehr viel langweiliger und „kahler“. Der tiefe Bassbereich wirkt wie ein Teppich, in den der Klang harmonisch eingebettet ist. Zu viel verzerrt allerdings das Klangbild und lässt das Ergebnis breiig und matschig wirken. Spätestens wenn andere Instrumente kaum mehr wahrnehmbar, Höhen vollends verschluckt und der Gesang dumpf wirkt, sollte der Bass runterreguliert werden. Dieser Mythos hat aber etwas Wahres, denn solange alle Details aufeinander abgestimmt sind, darf der Bass gerne etwas „drücken“! Du bist noch auf der Suche nach basslastigen Speakern, die den Sound dennoch detailgetreu wiedergeben? Auf Maxiaxi.de entdeckst du, was dein audiophiles Herz begehrt.

Mythos 4: Leistungsstarke Lautsprecher passen zu jeder Umgebung

Wer glaubt, dass es bestimmte Lautsprecher gibt, die zu jeder Umgebung passen, irrt sich gewaltig. Jeder Lautsprecher ist für konkrete Anforderungen ausgelegt. Was in großen Hallen funktioniert, wirkt in kleinen Kammern ganz anders und umgekehrt. Boxen, die für private Wohnräume konzipiert wurden, stoßen in großen Konzerthallen oder auf weitläufigen Außenflächen sofort an ihre Grenzen.

Daher sollten immer zuerst die individuellen Bedürfnisse abgeklärt werden, bevor entschieden wird, welche Lautsprecher zum Einsatz kommen. Gerade in stark verwinkelten Räumlichkeiten ist es sogar sinnvoller, die zu beschallende Fläche aufzuteilen, um so dafür zu sorgen, dass der Sound überall gleich klingt.

Mythos 5: Mehr Lautsprecher sorgen für mehr Klangverteilung

Pauschal stimmt diese Annahme nicht. In der Realität können zu viele Lautsprecher schnell zu Schwankungen in der Lautstärke oder hörbaren Überlagerungen führen. Das Ergebnis ist dann natürlich alles andere als zufriedenstellend. Viel hilft also nicht viel, sondern erzeugt störende Interferenzen. Um den Klang bestmöglich innerhalb eines Raumes zu verteilen, sollten im Vorfeld die Standorte definiert werden. Daraus ergibt sich, wie viele Lautsprecher notwendig sind, um eine optimale Beschallung sicherzustellen.

Mythos 6: Kabellose Lautsprecher sind besser als kabelgebundene

Lautsprecher, die ohne Kabel auskommen, sind praktisch und erlauben die flexible Positionierung im Raum. Doch der Klang wird dadurch nicht automatisch besser. Tatsächlich sind kabellose Lautsprecher sogar anfälliger für Störeffekte. Denn drahtlose Übertragung kann durch andere Signale, bspw. Mobilfunk, gestört werden und zu entsprechenden Störeffekten führen. Gerade in Räumlichkeiten, in denen viele verschiedene Frequenzen aufeinander treffen, ist die Wahrscheinlichkeit für Störeffekte hoch. Wie so oft entscheiden auch hier die individuellen Anforderungen, ob du dir kabelgebundene oder kabellose Lautsprecher ansehen solltest.

Mythos 7: Surround-Sound sorgt immer für das beste Audioerlebnis

Im Kino oder vor dem heimischen Fernseher mag diese Annahme zutreffend sein – auch wenn sich über Geschmack streiten lässt. Grundsätzlich ist Surround-Sound allerdings nicht das Nonplusultra, für das es viele halten. Unbestreitbar ist, dass dich umrundender Sound äußerst beeindruckend ist. Allerdings ist die Position des Hörenden entscheidend. Bewegen sich Menschen durch den Raum, geht der Effekt verloren, da der Klang sehr unausgewogen wirkt. Sinnvoller wäre in diesem Fall Stereo- oder Mono-Sound, der direkt auf die Umgebung abgestimmt ist.