Top-Onlineshops Deutschland 2025: Machtverhältnisse verschieben sich
Die neue Marktanalyse „E-Commerce-Markt Deutschland 2025“ von EHI und ECDB beleuchtet, wie sich die Top-Onlineshops Deutschland 2025 entwickeln. Der Onlinehandel in Deutschland legt nach einer Phase der Konsumzurückhaltung wieder zu: Die 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops steigerten 2024 ihren Netto-Umsatz von 77,5 auf 80,4 Milliarden Euro (+3,8 % nominal, +3,0 % real). Für 2025 wird ein weiteres nominales Wachstum von 5,3 % erwartet. Entscheidend für den Markt sind jedoch weniger die Gesamtzahlen als die Verschiebungen innerhalb der großen Player.
Amazon bleibt dominanter Marktführer
Inhaltsverzeichnis
Amazon.de führt die Top-Onlineshops Deutschland 2025 mit großem Abstand an und festigt seine Marktführerschaft weiter. Mit einem Netto-E-Commerce-Umsatz von 15,0 Milliarden Euro erzielt der Konzern fast ein Fünftel des gesamten Umsatzes der Top 1.000 Shops in Deutschland. Diese Dominanz beruht auf mehreren Faktoren:
Starke Markenbekanntheit und Kundenbindung: Durch den Prime-Mitgliedschaftsdienst hat Amazon in Deutschland eine außergewöhnlich loyale Kundschaft aufgebaut. Prime-Kunden bestellen häufiger, profitieren von schneller Lieferung und zusätzlichen Services wie Prime Video oder Prime Music.
Breites Marktplatzmodell: Amazon ist nicht nur Händler, sondern vor allem Plattform für Drittanbieter. Laut Branchenanalysen stammen inzwischen mehr als die Hälfte der verkauften Produkte von externen Händlern. Dieses Marktplatzmodell ermöglicht eine enorme Sortimentsbreite und Flexibilität, ohne dass Amazon selbst Lagerhaltung für jedes Produkt übernehmen muss.
Technologische Überlegenheit: Amazon investiert massiv in Logistik und Technologie. Moderne Fulfillment-Center, Automatisierung und KI-gestützte Sortimentsplanung sorgen für eine schnelle, zuverlässige Lieferung und für datengetriebenes Empfehlungsmarketing.
Aggressive Preispolitik und Kundenservice: Durch dynamische Preisgestaltung bleibt Amazon wettbewerbsfähig, während gleichzeitig der Kundenservice und unkomplizierte Rückgabeprozesse Vertrauen schaffen.
Amazon nutzt diese Stärken, um neue Trends frühzeitig aufzugreifen. Dazu gehören der Ausbau von Eigenmarken, die Integration neuer Bezahlmethoden sowie innovative Logistiklösungen wie Same-Day-Delivery. Auch im Bereich Werbung baut Amazon sein Geschäft konsequent aus und wird damit für Händler und Marken zur unverzichtbaren Plattform.
Trotz wachsendem Wettbewerbsdruck – insbesondere durch schnell expandierende internationale Anbieter wie Shein und Temu – bleibt Amazon die zentrale Anlaufstelle für Onlinekäufe in Deutschland. Die Marktdaten der Top-Onlineshops Deutschland 2025 zeigen, dass selbst große etablierte Händler wie Otto oder Zalando derzeit nicht in Reichweite kommen, um Amazon signifikant Marktanteile streitig zu machen.
Langfristig könnte der Druck auf Amazon jedoch zunehmen: Neue EU-Regulierungen wie das Digital Markets Act (DMA) schränken bestimmte Geschäftspraktiken ein, und internationale Player wie Temu bringen eine aggressive Preispolitik sowie Social-Commerce-Ansätze auf den Markt. Dennoch gilt Amazon aktuell als klarer Marktführer – sowohl beim Umsatz als auch bei Technologie und Kundenzugang.
Otto.de behauptet Platz zwei, Zalando stabil auf Rang drei
Otto.de bleibt mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro auch 2025 klar die Nummer zwei der Top-Onlineshops Deutschland 2025. Damit behauptet das traditionsreiche Hamburger Handelsunternehmen seine Position gegenüber neuen internationalen Wettbewerbern. Otto hat in den vergangenen Jahren konsequent auf den Ausbau seiner Plattformstrategie gesetzt: Vom klassischen Versandhändler wandelte sich das Unternehmen zu einem offenen Online-Marktplatz, auf dem mittlerweile über 7.000 Partner aktiv verkaufen. Diese Händlerstruktur erlaubt es Otto, das Sortiment stark zu erweitern, ohne alle Produkte selbst einzulagern.
Ein zentraler Wettbewerbsvorteil ist die kontrollierte Markenführung: Otto positioniert sich bewusst als vertrauenswürdige Plattform, die kuratiertes Sortiment, Kundenservice und verlässliche Lieferbedingungen bietet. Damit grenzt sich das Unternehmen von sehr preisaggressiven, aber oft unübersichtlichen Plattformen wie Temu ab. Zusätzlich investiert Otto massiv in Logistik und Infrastruktur. Das Unternehmen modernisiert seine Fulfillment-Center, integriert KI-gestützte Bestandsplanung und setzt auf eine effiziente Anbindung externer Händler. Durch diese Maßnahmen kann Otto schnelle Lieferzeiten und eine hohe Servicequalität sicherstellen.
Auch im Bereich Digital Marketing und Datenanalyse verstärkt Otto seine Aktivitäten. Das Unternehmen baut eigene Retail-Media-Lösungen aus, die Marken eine gezielte Werbeplatzierung innerhalb des Marktplatzes ermöglichen. Diese zusätzliche Einnahmequelle verbessert nicht nur die Profitabilität, sondern stärkt auch die Attraktivität der Plattform für Hersteller und Händler.
Zalando.de hält mit einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro unverändert Platz drei der Top-Onlineshops Deutschland 2025. Der Berliner Modehändler setzt weiterhin auf ein reines Plattformmodell im Fashion- und Lifestyle-Bereich und adressiert damit eine klar definierte Zielgruppe. Zalando profitiert von seiner starken Markenbekanntheit im Modehandel sowie einer sehr datengetriebenen Sortimentssteuerung: Das Unternehmen nutzt KI-gestützte Prognosen für Trends und Lagerbestände und optimiert damit sowohl Auswahl als auch Verfügbarkeit.
Ein wichtiger strategischer Schwerpunkt Zalandos bleibt das Premium-Segment. Mit exklusiven Markenkooperationen und verbesserten Shopping-Services wie personalisierten Empfehlungen oder flexiblen Retourenbedingungen stärkt Zalando seine Kundenbindung. Gleichzeitig baut das Unternehmen sein Retail-Media-Geschäft weiter aus: Marken können auf Zalando zielgenaue Werbung schalten, was eine zusätzliche Erlösquelle eröffnet.
Beide Anbieter – Otto und Zalando – sehen sich wachsendem Druck durch internationale Player wie Shein und Temu ausgesetzt. Während Otto auf ein breites Sortiment und eine seriöse Plattformstrategie setzt, konzentriert sich Zalando auf Mode und Lifestyle mit Premium-Ausrichtung. Die Studie zeigt, dass sie trotz dieser Herausforderungen ihre Position in den Top-Onlineshops Deutschland 2025 behaupten können und innerhalb Europas weiterhin zu den wichtigsten E-Commerce-Akteuren zählen.
Shein etabliert sich als neuer Schwergewichts-Player
shein.com zählt zu den dynamischsten Aufsteigern innerhalb der Top-Onlineshops Deutschland 2025. Das chinesische Modeunternehmen erzielt inzwischen einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro und steigt damit erstmals in die Top 10 der größten deutschen Onlinehändler ein – ein bemerkenswerter Erfolg für eine Marke, die vor wenigen Jahren hierzulande kaum bekannt war.
Ultra-Fast-Fashion als Wachstumsmotor
Das zentrale Erfolgsrezept von Shein ist das Ultra-Fast-Fashion-Modell. Während klassische Modehändler mehrere Monate im Voraus planen, kann Shein innerhalb weniger Wochen neue Kollektionen entwickeln, produzieren und online stellen. Die Produktionsprozesse sind stark digitalisiert und datengetrieben: Algorithmen werten Suchanfragen, Social-Media-Trends und Kaufverhalten in Echtzeit aus, um neue Designs zu entwickeln und nur kleine Testmengen zu produzieren. Artikel, die gut laufen, werden sofort nachproduziert – so reduziert Shein Lagerbestände und minimiert das Risiko von Überproduktion.
Aggressive Preis- und Marketingstrategie
Shein setzt konsequent auf extrem günstige Preise, was die Plattform besonders für preissensitive Zielgruppen attraktiv macht. Ergänzt wird dies durch aggressive Marketingkampagnen auf TikTok, Instagram und anderen Social-Media-Plattformen. Influencer-Programme, Rabattaktionen und ein starker Fokus auf virale Trends sorgen dafür, dass Shein bei jungen Käufern omnipräsent ist. Diese Zielgruppe schätzt die Kombination aus Trendnähe, niedrigen Preisen und schneller Verfügbarkeit.
Internationalisierung und Lokalisierung
Shein hat in den vergangenen Jahren massiv in internationale Logistikzentren investiert, um Lieferzeiten in wichtigen Märkten zu verkürzen. Auch in Deutschland profitieren Kunden von verbesserten Lieferketten und unkomplizierten Retouren. Zudem passt Shein sein Sortiment zunehmend an regionale Trends an, um besser auf lokale Modevorlieben reagieren zu können.
Auswirkungen auf den deutschen Markt
Der Eintritt von Shein in die Top-Onlineshops Deutschland 2025 zeigt, wie stark internationale Player den Wettbewerb verändern. Traditionelle Modehändler wie Zalando, H&M oder About You geraten durch Sheins Preisdruck und extreme Sortimentsdynamik unter Zugzwang. Auch Marktplätze wie Amazon oder Otto müssen sich dem Trend zu sehr schnellen Produktzyklen und Social-Media-getriebenem Konsum anpassen.
Shein adressiert vor allem junge, digitalaffine Käufer, die modische Kleidung zum Niedrigpreis suchen und Social Media als Inspirationsquelle nutzen. Dieses Segment wächst weiterhin stark, was Sheins Position langfristig stärken könnte.
Herausforderungen: Regulierung und Nachhaltigkeit
Trotz des Erfolgs steht Shein auch in Deutschland vor Herausforderungen. Kritisiert werden unter anderem Arbeitsbedingungen in der Produktion, Umweltbelastung durch Fast Fashion und mögliche Verstöße gegen Produkt- und Sicherheitsstandards. Außerdem nehmen Regulierungsinitiativen der EU zu, etwa strengere Transparenzpflichten und Nachhaltigkeitsvorgaben. Sollte die EU zusätzliche Anforderungen an Lieferketten, Recycling oder Produktqualität stellen, könnte das Sheins extrem schnelle Produktionszyklen verlangsamen und die Kostenstruktur verändern.
Rewe wächst rasant mit Online-Lebensmitteln
rewe.de ist der dynamischste Aufsteiger innerhalb der Top-Onlineshops Deutschland 2025. Mit einem Umsatzplus von 33,5 Prozent erreicht der Kölner Handelskonzern Platz 9 und positioniert sich erstmals unter den zehn größten Onlinehändlern Deutschlands. Dieses Wachstum ist bemerkenswert, weil der Lebensmittel-Onlinehandel lange als schwer skalierbar galt und viele Wettbewerber (etwa Real Digital oder kleinere Lieferdienste) nicht nachhaltig profitabel arbeiten konnten.
Kombination aus Lieferservice und Abholstationen
Rewe verfolgt eine Hybridstrategie aus klassischer Heimlieferung und „Click & Collect“-Abholung. Kundinnen und Kunden können ihre Lebensmittel online bestellen und wahlweise liefern lassen oder in einer Filiale abholen. Dieses Modell reduziert die komplexe und teure letzte Meile im Lebensmittelhandel und ermöglicht es, auch in Regionen außerhalb der großen Städte konkurrenzfähig zu sein. Besonders die dichte Filialstruktur des Rewe-Konzerns verschafft hier einen Vorteil gegenüber rein digitalen Lieferdiensten.
Starke App-Integration und digitales Ökosystem
Das Onlinewachstum von Rewe wird durch die Rewe-App unterstützt, die Onlinebestellung, Kundenkonto, Coupons und digitale Services bündelt. Die Integration von Payback und personalisierten Angeboten sorgt für eine hohe Kundenbindung. Zusätzlich investiert Rewe in Datentechnologie und Prognosesysteme, um Nachfrage besser vorherzusagen, Lagerbestände zu optimieren und Lieferketten effizient zu steuern.
Wachsende Akzeptanz von Online-Lebensmittelkäufen
Die Konsumentenakzeptanz für Online-Lebensmittel hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Besonders in urbanen Regionen nutzen Kunden den Lieferservice für den Wocheneinkauf oder schwere Produkte wie Getränke. Die Kombination aus Zeitersparnis, planbarem Einkauf und attraktiven Lieferfenstern macht den Service zunehmend massentauglich. Auch ländliche Regionen profitieren von flexiblen Abholstationen, die Rewe gezielt ausbaut.
Einfluss des E-Rezepts auf Apotheken- und Drogeriesortimente
Ein zusätzlicher Wachstumstreiber ist das E-Rezept: Seit seiner Einführung bestellen viele Kundinnen und Kunden verschreibungspflichtige Medikamente digital. Rewe profitiert indirekt davon, weil das Unternehmen in vielen Regionen Apothekenkooperationen und Drogeriesortimente in den Online-Shop integriert hat. Dadurch wächst nicht nur der Lebensmittelbereich, sondern auch das Angebot an Gesundheits- und Alltagsprodukten.
Wettbewerbsvorteil durch etablierte Infrastruktur
Rewe unterscheidet sich von reinen Online-Supermärkten wie Flink oder Gorillas durch seine bestehende Filial- und Logistikstruktur. Während schnelle Lieferdienste hohe Kosten durch eigene Lager und Lieferflotten tragen müssen, kann Rewe auf sein Netz von Supermärkten, regionale Lager und eingespielte Lieferketten zurückgreifen. Das macht das Geschäftsmodell skalierbarer und wirtschaftlich stabiler.
Nachhaltigkeit als Teil der Wachstumsstrategie
Ein weiterer Faktor ist die konsequente Positionierung bei Nachhaltigkeit: Rewe setzt auf umweltfreundlichere Verpackungen, Mehrweg-Optionen und klimafreundliche Lieferkonzepte. Das spricht umweltbewusste Kundengruppen an und schafft Vertrauen, insbesondere im Preissegment oberhalb der reinen Billiganbieter.
Stärkung im Wettbewerb der großen Plattformen
Mit seinem starken Umsatzwachstum in 2024 rückt Rewe in eine neue Liga vor. Die Studie zu den Top-Onlineshops Deutschland 2025 zeigt, dass der Lebensmittelhandel online zunehmend eine Rolle spielt – ein Segment, das lange hinter Mode, Elektronik oder Generalisten wie Amazon zurücklag. Rewe könnte in den kommenden Jahren weiter Marktanteile gewinnen, wenn es gelingt, die Lieferprozesse weiter zu optimieren, das Sortiment auszubauen und sich als verlässliche Alternative zu Amazon Fresh oder anderen internationalen Lebensmittelanbietern zu positionieren.
Shop Apotheke profitiert von E-Rezept und Digitalisierung
shop-apotheke.com ist einer der großen Gewinner der aktuellen Marktveränderungen im deutschen E-Commerce. Mit einem Umsatzplus von 29,1 Prozent erreicht das Unternehmen Platz 8 der Top-Onlineshops Deutschland 2025 und festigt seine Position als führende Online-Apotheke im deutschsprachigen Raum. Das Wachstum zeigt, wie stark sich der Gesundheitsmarkt durch die Digitalisierung verändert und wie neue regulatorische Rahmenbedingungen – insbesondere das E-Rezept – den Onlinevertrieb von Medikamenten beschleunigen.
E-Rezept sorgt für neuen Wachstumsschub
Seit der Einführung des elektronischen Rezepts können Patientinnen und Patienten verschreibungspflichtige Medikamente digital an Apotheken übermitteln. Shop Apotheke hat früh in diese Infrastruktur investiert und eine reibungslose Integration in seine Plattform geschaffen. Kundinnen und Kunden können Rezepte einfach über die App oder Website hochladen, wodurch der Bestellprozess deutlich schneller und komfortabler wird. Dieser Schritt hat die Hürde für den Onlinebezug von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln spürbar gesenkt.
Starke Marktstellung im OTC- und Rx-Segment
Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) ist Shop Apotheke auch bei frei verkäuflichen Arzneimitteln (OTC), Gesundheitsprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln stark positioniert. Durch ein breites Sortiment, häufige Rabattaktionen und eine transparente Preisgestaltung hat sich das Unternehmen als erste Wahl für preisbewusste Onlinekäufer etabliert. Gleichzeitig bietet Shop Apotheke Beratungstools und digitale Services, die Vertrauen schaffen und Kunden langfristig binden.
Digitale Services und App-Strategie
Ein wichtiger Treiber für den Erfolg ist die Shop Apotheke-App, die Kunden nicht nur für Bestellungen, sondern auch als Gesundheitsbegleiter nutzen. Funktionen wie Medikamenten-Erinnerungen, einfache Rezeptübermittlung, Rabattprogramme und integrierte Bezahloptionen machen die App zu einem zentralen Kanal für wiederkehrende Käufe. Die App bindet Kunden langfristig und fördert Wiederholungskäufe – ein entscheidender Faktor in einem Markt, in dem Margen traditionell begrenzt sind.
Effiziente Logistik und schnelle Lieferung
Shop Apotheke hat in den vergangenen Jahren massiv in Logistikzentren und Automatisierung investiert. Moderne Distributionszentren in Europa ermöglichen schnelle Lieferzeiten und eine zuverlässige Abwicklung auch bei hohem Bestellaufkommen. Die Möglichkeit, Medikamente oft schon am nächsten oder übernächsten Tag zu erhalten, reduziert einen entscheidenden Nachteil gegenüber stationären Apotheken.
Wettbewerb und regulatorische Rahmenbedingungen
Der Erfolg von Shop Apotheke steht auch im Kontext eines sich wandelnden Marktes: Der stationäre Apothekenmarkt in Deutschland ist stark reguliert und fragmentiert, während Onlineanbieter wie Shop Apotheke von Skaleneffekten und Preistransparenz profitieren. Gleichzeitig eröffnen regulatorische Anpassungen neue Chancen: Mit der weiteren Verbreitung des E-Rezepts wird erwartet, dass Online-Apotheken ihren Marktanteil weiter ausbauen. Dennoch bleibt der Wettbewerb intensiv – nicht nur durch stationäre Apotheken, sondern auch durch internationale Player und große Plattformen, die zunehmend Healthcare-Produkte anbieten.
Strategische Ausrichtung auf Wachstum und Profitabilität
Shop Apotheke verfolgt eine klare Strategie: Wachstum durch Digitalisierung und Kundenzentrierung, kombiniert mit Kosteneffizienz durch moderne Logistik. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an der Profitabilität, etwa durch eigene Marken im Bereich Gesundheitsprodukte und eine stärkere Monetarisierung von Kundendaten für personalisierte Angebote. Diese Mischung macht Shop Apotheke zu einem der innovativsten Player im europäischen E-Health-Markt.
Bedeutung für die Top-Onlineshops Deutschland 2025
Das starke Wachstum von Shop Apotheke zeigt, dass der Onlinehandel für Medikamente und Gesundheitsprodukte längst kein Nischenmarkt mehr ist. Der Erfolg unterstreicht, wie digitale Lösungen traditionelle Branchen umkrempeln können, sobald regulatorische Barrieren fallen. Innerhalb der Top-Onlineshops Deutschland 2025 gehört Shop Apotheke zu den sichtbarsten Profiteuren der Digitalisierung – und könnte in den kommenden Jahren weiter nach oben klettern, wenn das E-Rezept noch breiter genutzt wird und neue Gesundheits-Services etabliert werden.
Marktplätze im Wandel: Temu greift aggressiv an
Die Daten der Top-Onlineshops Deutschland 2025 zeigen eindrucksvoll, wie stark sich der Marktplatzmarkt in Bewegung befindet. Während Amazon.de, ebay.de und otto.de ihre Spitzenpositionen verteidigen, sorgt vor allem Temu.com für eine nie dagewesene Dynamik. Das chinesische Unternehmen verzeichnet ein Bruttohandelsvolumen (GMV) von 3,4 Milliarden Euro und wächst damit um beeindruckende 285 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Durch diesen Sprung etabliert sich Temu neu in den Top 5 der führenden B2C-Marktplätze in Deutschland.
Temus Geschäftsmodell: Ultra-Low-Cost und Social-Commerce-Ansatz
Temu setzt auf eine aggressive Niedrigpreispolitik und ein Direktvertriebsmodell, das Produzenten und Endkunden weitgehend ohne Zwischenhändler verbindet. Die Plattform bündelt ein extrem breites Sortiment – von Mode und Accessoires über Elektronik bis hin zu Haushaltswaren – und punktet vor allem mit sehr niedrigen Preisen. Dabei folgt Temu einem Social-Commerce-Ansatz, der stark auf Gamification, Rabattaktionen und virale Mechanismen setzt. Nutzer erhalten beispielsweise zusätzliche Preisnachlässe, wenn sie Freunde werben oder in der App tägliche Challenges erfüllen.
Rasante Expansion durch massive Marketinginvestitionen
Der kometenhafte Aufstieg von Temu ist eng mit einer aggressiven Marketingstrategie verbunden. Das Unternehmen investiert enorme Summen in Online-Werbung, Social-Media-Kampagnen und Influencer-Marketing, um seine Markenbekanntheit schnell auszubauen. In Deutschland schaltet Temu auffällig viele Werbespots auf TikTok, Instagram und YouTube, oft kombiniert mit Gutscheincodes oder zeitlich begrenzten Flash-Sales. Dieser Ansatz zielt vor allem auf preissensible und digitalaffine Konsumenten, die nach günstigen Alternativen zu etablierten Plattformen suchen.
Konkurrenz für Amazon, Ebay und Otto
Temu greift gleich mehrere Platzhirsche an:
- Amazon: Während Amazon traditionell auf Prime-Kundenbindung, schnelle Lieferung und Markensortimente setzt, lockt Temu mit extrem günstigen Preisen und spielerischen Shopping-Elementen.
- Ebay: Ebay positioniert sich zwar als Marktplatz für Gebrauchtwaren und Nischenprodukte, verliert jedoch jüngere Käufer zunehmend an Social-Commerce-orientierte Plattformen wie Temu.
- Otto: Otto.de wuchs 2024 um 9,0 Prozent im GMV, spürt aber ebenfalls den Druck, preisbewusste Zielgruppen zu halten, die von Temus aggressiver Preisgestaltung angezogen werden.
Besonders für Otto ist Temus Eintritt in die Top 5 ein Warnsignal: Das Hamburger Unternehmen setzt auf Qualität, Marken und kuratiertes Sortiment, während Temu den Markt über eine radikale Preisstrategie und Entertainment-Shopping aufmischt.
Herausforderungen: Qualität, Logistik und Regulierung
Temus Modell ist jedoch nicht ohne Risiken. Die Plattform steht regelmäßig in der Kritik wegen Produktqualität, mangelhafter Sicherheit und unklarer Garantien. Auch Lieferzeiten können – je nach Logistikstruktur – deutlich länger sein als bei Amazon oder Otto, obwohl Temu begonnen hat, regionale Lager in Europa aufzubauen. Zudem wächst der regulatorische Druck: Die EU-Produktsicherheitsverordnung und neue Importregularien könnten die Kosten erhöhen und die Lieferketten verlangsamen.
Trotz dieser Herausforderungen scheint Temu bereit, Risiken in Kauf zu nehmen, um möglichst schnell Marktanteile zu gewinnen. Die Plattform subventioniert Preise und Versand, um Kundenzahlen zu steigern, selbst wenn kurzfristig Verluste entstehen.
Signalwirkung für den deutschen E-Commerce
Der Aufstieg von Temu innerhalb der Top-Onlineshops Deutschland 2025 zeigt, wie verwundbar selbst etablierte Plattformen in einem globalisierten Markt sind. Neue Anbieter können durch aggressive Preispolitik und modernes Marketing in kürzester Zeit Relevanz erlangen. Gleichzeitig verdeutlicht der Erfolg, dass deutsche Konsumenten zunehmend bereit sind, neue Plattformen auszuprobieren, wenn Preis und Auswahl stimmen.
Für die etablierten Player bedeutet das: Mehr Innovation und Kundenbindung sind nötig, um Marktanteile zu halten. Amazon bleibt zwar dominierend, doch Temu zwingt alle großen Plattformen dazu, ihre Preis- und Marketingstrategien zu überdenken.
Ausblick: Temu könnte Marktführer unter Druck setzen
Sollte Temu sein Wachstumstempo halten und gleichzeitig Logistik und Produktqualität verbessern, könnte das Unternehmen in den kommenden Jahren noch weiter aufsteigen und zu einer ernsthaften Alternative für Amazon-Kunden werden, die vor allem preisbewusst einkaufen. Auch im Non-Food-Segment und bei Lifestyle-Produkten dürfte Temu Marktanteile von eBay und kleineren Marktplätzen übernehmen.
Starke Marktkonzentration hält an
Die Studie zeigt, dass die größten Anbieter ihre Marktanteile weiter ausbauen. Die Top 10 der Top-Onlineshops Deutschland 2025 erzielen zusammen 38,8 % des Gesamtumsatzes, während die Top 100 bereits 70,7 % der Umsätze der Top 1.000 Shops auf sich vereinen. Kleinere Händler profitieren kaum vom Gesamtmarktwachstum und müssen neue Strategien finden, um sichtbar zu bleiben.
Payment-Trends: Wallets setzen sich zunehmend durch
Auch die Bezahlmethoden entwickeln sich weiter. Apple Pay wird inzwischen von über einem Drittel der Top-Onlineshops Deutschland 2025 angeboten – ein Plus von 43 % gegenüber dem Vorjahr. Google Pay wächst um 63 % und erreicht Platz 3 der Wallets. Paypal bleibt mit einer Abdeckung von 95 % weiterhin Standard. Neue Anbieter wie Wero könnten 2025 zusätzliche Impulse geben, sobald sie in große Plattformen integriert werden.
Ausblick: Internationale Dynamik prägt die nächsten Jahre
Die Analyse der Top-Onlineshops Deutschland 2025 macht deutlich, dass internationale Player wie Shein und Temu massiv Marktanteile gewinnen und die deutsche Handelslandschaft neu formen. Etablierte Plattformen wie Amazon und Otto werden ihre Marktführerschaft verteidigen, während Modeanbieter wie Zalando sich durch Premiumpositionierung differenzieren.
Für kleinere Shops wird es zunehmend entscheidend, Nischen zu besetzen, exzellenten Service zu bieten und auf innovative Technologien wie KI-gestützte Sortimentssteuerung zu setzen.
Faktenbox
| Top-Onlineshops Deutschland 2025 – Kennzahlen | |
|---|---|
| Amazon.de | 15,0 Mrd. Euro Umsatz |
| Otto.de | 4,4 Mrd. Euro Umsatz |
| Zalando.de | 2,6 Mrd. Euro Umsatz |
| Shein.com | 1,1 Mrd. Euro, neu in Top 10 |
| Rewe.de | +33,5 % Wachstum, Platz 9 |
| Shop-Apotheke.com | +29,1 % Wachstum, Platz 8 |
| Temu.com | +285 % GMV, neu in Top 5 |
| Marktanteil Top 10 | 38,8 % |
| Marktanteil Top 100 | 70,7 % |
| Wallets | Apple Pay +43 %, Google Pay +63 % |