Retail Media Wahrnehmung und Wirkung 2025 in Deutschland

Eine aktuelle Studie von Publicis Media beleuchtet, wie Konsumenten in Deutschland Handelswerbung online und im stationären Handel wahrnehmen und bewerten. Das Ergebnis: Retail Media erreicht bislang nur 40 Prozent der Bevölkerung, hat jedoch einen deutlichen Einfluss auf Kaufentscheidungen und Inspiration beim Einkauf.

Retail Media Wahrnehmung und Wirkung 2025 in Deutschland
Retail Media Wahrnehmung und Wirkung 2025 in Deutschland

Retail Media Wahrnehmung im stationären Handel

Im Bereich Store Retail Media gehören Produktaufsteller mit 62 Prozent zu den am häufigsten wahrgenommenen Werbemitteln, gefolgt von Werbung am Einkaufswagen (50 Prozent) und Displays oder Monitoren (45 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) lässt sich durch solche Werbung inspirieren, während nur 30 Prozent diese als störend empfinden. Rund 38,4 Prozent bewerten In-store-Werbung im Rahmen der Retail Media Wahrnehmung und Wirkung 2025 als relevant für ihre Kaufentscheidungen.

Die Studie macht deutlich, dass der stationäre Handel nach wie vor eine wichtige Rolle im Kaufprozess spielt. 53 Prozent der Befragten fühlen sich sicherer beim Einkaufen im Geschäft als online. Besonders die Generation Y (29–44 Jahre) recherchiert Produkte zwar gern online, entscheidet sich dann aber häufig für den Kauf vor Ort.

Online Retail Media: Chancen und Herausforderungen

Online Retail Media wird vor allem in Form von gesponserten Suchtreffern, direkten Shop-Links und Retargeting-Anzeigen wahrgenommen – jeweils von knapp 40 Prozent der Befragten. Dabei gibt mehr als die Hälfte (54 Prozent) an, sich durch zu viel Werbung unter Druck gesetzt zu fühlen. Dennoch sieht fast die Hälfte (47 Prozent) im Kontext der Retail Media Wahrnehmung und Wirkung 2025 den Mehrwert, neue Produkte dadurch kennenzulernen.

42 Prozent empfinden Online-Handelswerbung als inspirierend und relevant für ihre Kaufentscheidungen. In der kaufkräftigen Generation Y sind es sogar 51 Prozent. Außerdem gaben 41 Prozent an, gelegentlich durch Online-Werbung zu spontanen Käufen angeregt zu werden.

Bedeutung für Werbetreibende

Die Publicis-Studie zeigt, dass Werbungtreibende erhebliches Potenzial nutzen können, wenn sie Zielgruppen besser verstehen und die Werbeansprache optimieren. Ziel ist es, sowohl die Wahrnehmung als auch die Akzeptanz von Retail Media zu steigern und Reaktanz zu vermeiden. Im Kontext der Retail Media Wahrnehmung und Wirkung 2025 wird deutlich, dass eine gezielte Ansprache entscheidend ist, um Konsumenten effektiv zu erreichen.

Besonders Produktneuheiten werden von Konsumenten geschätzt. 57 Prozent der Generation Y empfinden Werbung zu neuen Produkten als hilfreich, wenn die Botschaften einen klaren Mehrwert vermitteln. Dadurch lassen sich starke Kaufimpulse setzen.

Generationenunterschiede im Kaufverhalten

Neben der unterschiedlichen Wahrnehmung von Werbung zeigt die Studie auch Unterschiede beim Sicherheitsgefühl im Einkauf:

    • 55 Prozent fühlen sich beim Online-Shopping grundsätzlich sicher.
    • Die Generation Y liegt mit 62 Prozent über dem Durchschnitt.
    • Bei den Babyboomern sind es mit 48 Prozent die wenigsten.

Diese Unterschiede bieten Ansatzpunkte für eine gezieltere Ansprache und Werbeplanung.

Retail Media steht in Deutschland vor der Herausforderung, die bisher nicht erreichten 60 Prozent der Konsumenten besser anzusprechen. Die Kombination aus relevanten Botschaften, passender Platzierung und ausgewogenem Werbedruck kann dazu beitragen, sowohl online als auch in Geschäften stärkere Kaufimpulse zu setzen.

Faktenbox

Retail Media Wahrnehmung und Wirkung
Gesamtwahrnehmung Retail Media40 % der Bevölkerung
Inspirierend & relevant (gesamt)42 %
Störend empfunden (gesamt)30–37 %
Häufigste In-store-WerbemittelProduktaufsteller (62 %), Einkaufswagen-Werbung (50 %), Displays/Monitore (45 %)
Inspirierend (In-store)51 %
Inspirierend (Online)42 %, Gen Y: 51 %
Spontankäufe durch Online-Werbung41 %
Gefühl von Sicherheit beim stationären Einkauf53 %
Gefühl von Sicherheit beim Online-Shopping55 %, Gen Y: 62 %, Boomer: 48 %