WERO in Belgien: 5 neue Banken schließen sich EPI an
Die European Payments Initiative (EPI) erweitert ihre Präsenz in Belgien. WERO in Belgien startet mit Argenta, Bank Van Breda, Beobank, Crelan und vdk bank durch. Die Einführung für Endkunden ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant.
Damit setzt sich der Expansionskurs von WERO in Europa fort. Bereits seit Sommer 2024 ist der Dienst für Privatpersonen in Belgien, Deutschland und Frankreich verfügbar. Mit mehr als 40 Millionen registrierten Nutzerinnen und Nutzern ist WERO eines der am schnellsten wachsenden Zahlungssysteme in Europa.
Integration in bestehende Banking-Apps geplant
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Kunden von Argenta, Beobank, Crelan und vdk bank sollen WERO in Belgien künftig direkt in der jeweiligen Banking-App nutzen können. Dies ermöglicht sekundenschnelle Konto-zu-Konto-Zahlungen (Account-to-Account, A2A), ohne auf Drittanbieter ausweichen zu müssen. Bezahlvorgänge wie Überweisungen an Freunde, Zahlungen an Familienmitglieder oder Online-Einkäufe lassen sich so direkt aus dem Girokonto abwickeln.
Bank Van Breda geht mit WERO in Belgien einen anderen Weg: Die Bank will WERO über eine eigenständige App anbieten, die über den Apple App Store und Google Play Store verfügbar sein wird. Ziel ist laut Unternehmensangaben, den Bedürfnissen der Zielgruppe – Selbstständige und Freiberufler – besser gerecht zu werden.
Banken sehen in WERO strategische Ergänzung
Die fünf Banken heben in ihren Stellungnahmen insbesondere die einfache Bedienung, die Sicherheit und die Anpassungsfähigkeit von WERO hervor. Für Argenta sei die Teilnahme an EPI ein logischer Schritt im Rahmen der Digitalstrategie. Crelan verweist auf mehr Kontrolle für die Nutzer, Beobank auf eine Verdreifachung der mobilen App-Nutzung in den letzten fünf Jahren.
vdk bank betont, dass Digitalisierung nicht im Widerspruch zur persönlichen Nähe stehe – das Institut wolle Banking durch digitale Lösungen noch zugänglicher machen.
Belgien als Vorreiter im europäischen Zahlungsverkehr
Mit dem Beitritt der fünf Institute zu WERO in Belgien erhöht sich die nationale Marktabdeckung von WERO deutlich. Bereits zuvor hatte sich die Neobank Revolut der Initiative angeschlossen. Auch fünf Banken aus Luxemburg gehören inzwischen zu den EPI-Partnern. Damit unterstreicht Belgien seine Rolle als Schlüsselland bei der Etablierung eines einheitlichen europäischen Zahlungssystems.
Die EPI-Geschäftsführerin Martina Weimert sieht in der zunehmenden Zahl national verankerter Partner einen Erfolgsfaktor: „WERO beginnt mit dem ‘Wir’ – in den lokalen Gemeinschaften Europas. Die Nähe zu den Kunden vor Ort wird entscheidend für den Erfolg sein.“
Neue Funktionen ab 2025 und 2026
Ab dem zweiten Halbjahr 2025 wird WERO erstmals auch E-Commerce-Zahlungen ermöglichen. In einem weiteren Schritt sollen ab 2026 stationäre Zahlungen, Abo-Verwaltung und Kundenbindungsprogramme integriert werden. Das Ziel: WERO als vollwertige europäische Alternative zu internationalen Bezahldiensten wie PayPal oder Apple Pay zu etablieren.
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