Gartenmarkt im Wandel: Stationär dominiert, Online holt auf

Der Garten hat für viele Menschen in Deutschland längst eine neue Bedeutung gewonnen. Er dient nicht nur als grüner Rückzugsort, sondern entwickelt sich zunehmend zum emotionalen Erlebnisraum. Eine aktuelle Konsumentenstudie von Amagard.com, durchgeführt mit über 440 Befragten, liefert fundierte Einblicke, wie sich der Gartenmarkt im Wandel befindet und welche Trends das Kaufverhalten prägen.

Gartenmarkt im Wandel: Stationär dominiert, Online holt auf
Gartenmarkt im Wandel: Stationär dominiert, Online holt auf

Der Garten als Rückzugsort und Erlebnisraum

Mehr als 80 Prozent der Gartenbesitzer verbringen regelmäßig Zeit im eigenen Garten. Besonders beliebt sind Aktivitäten wie Grillen (74 Prozent), Kaffeetrinken (72 Prozent) und Sonnenbaden (66 Prozent). Vor allem ältere Gartenbesitzer (55+) nutzen den Garten intensiv als Ort der Entspannung und beobachten gerne Vögel oder pflegen Blumenbeete.

Neben den klassischen Freizeitaktivitäten zeigen sich auch besondere persönliche Freiheiten: 38 Prozent haben bereits nach 22 Uhr gegrillt, 30 Prozent ein Haustier im Garten begraben und 21 Prozent sich nackt gesonnt. Diese emotionalen Bindungen zeigen, dass der Garten zunehmend mehr als nur ein funktionaler Raum ist.

Hoher Wunsch nach Veränderung

Viele Gartenbesitzer sind mit dem aktuellen Zustand ihres Gartens unzufrieden. 53 Prozent geben an, durch anhaltende Frustration zu einer Neugestaltung motiviert zu werden. Besonders bei den über 55-Jährigen ist dieser Wunsch ausgeprägt (64 Prozent). Weitere Gründe für Umgestaltungen sind veränderte Lebensumstände, neue Wohnsituationen oder Anregungen durch Gespräche im persönlichen Umfeld.

Gartenmarkt im Wandel: Stationär dominiert, Online holt auf
Gartenmarkt im Wandel: Stationär dominiert, Online holt auf

Auffällig ist der hohe Anteil an Eigenleistung: 80 Prozent der Befragten führen Gartenprojekte selbst oder gemeinsam mit dem Partner durch. Das unterstreicht die Bedeutung einer klaren Produktauswahl und umfassenden Beratung.

Inspiration: Mischung aus stationär und digital

Die Suche nach Ideen beginnt häufig vor Ort: 68 Prozent lassen sich in Baumärkten, Gartencentern oder beim Fachhändler inspirieren. Besonders ältere Gartenbesitzer schätzen diese stationären Informationsquellen. Jüngere Zielgruppen (18-34 Jahre) setzen dagegen verstärkt auf digitale Kanäle wie Google, Social Media oder Vergleichsportale. Insgesamt nutzen 60 Prozent auch Online-Quellen, insbesondere für Preisvergleiche und erste Orientierung.

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Kaufverhalten: Stationär dominiert, Online holt auf

Trotz wachsender Digitalisierung bleibt der stationäre Handel beim Kauf schwerer Gartenmaterialien führend: 76 Prozent kaufen bevorzugt im Baumarkt oder Fachgeschäft. Entscheidend ist hier die Möglichkeit, Materialien direkt zu begutachten. Dennoch ist der Gartenmarkt im Wandel, es wächst der Online-Anteil, besonders bei den 18- bis 34-Jährigen. Bequeme Lieferung, transparente Preise und verlässliche Informationen fördern diese Entwicklung. Sowohl online als auch offline sind Preis, Qualität und Kundenservice die wichtigsten Entscheidungskriterien.

Der Gartenmarkt im Wandel verlangt neue Strategien

Die Ergebnisse der Studie zeigen klar: Der Gartenmarkt befindet sich im Wandel. Emotionale Bindung an den Garten, steigende Eigeninitiative bei Projekten und ein hybrides Informations- und Kaufverhalten prägen die Branche. Anbieter müssen sowohl vor Ort als auch digital attraktive Angebote schaffen, um den sich verändernden Bedürfnissen gerecht zu werden.