Kryptowährungen – Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Kryptowährungen sind seit einigen Jahren in aller Munde. Los ging es im Jahr 2009, als der Bitcoin eingeführt wurde. Bis heute ist der Bitcoin die bekannteste Kryptowährung. Danach folgen Ethereum, Solana und Cardano. Die Grundidee war, dass Zahlungen losgelöst von Fiatwährungen und klassischen Banken über die ganze Welt übertragen werden können.

Kryptowährungen – Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Kryptowährungen – Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Bild: unsplash.com

Grundsätzlich funktionieren Kryptowährungen heute noch sehr ähnlich wie vor einigen Jahren. Genau wie bei Fiatwährungen gibt es auch bei Kryptowährungen Vor- und Nachteile:

Vorteile von Kryptowährungen

    • Transaktionen sind 24/7 rund um den Globus möglich. Vorausgesetzt wird eine Wallet und eine funktionierende Internetverbindung.
    • Durch öffentliche Blockchains besteht eine gewisse Form von Transparenz.
    • Es gibt keine zentrale Kontrollinstanz.

Nachteile von Kryptowährungen

    • Kurse schwanken gelegentlich sehr stark.
    • Verlust von Anmeldedaten kann zu einem vollständigen Verlust des Krypto-Vermögens führen.
    • Marktmanipulation kann vorkommen.

Bekannteste Kryptowährungen in Kurzfassung erklärt

Im Juni 2026 gibt es unzählige Kryptowährungen. Die bekanntesten Kryptowährungen stellen wir im Folgenden einmal genauer vor.

Bitcoin (BTC)

Bitcoin basiert auf einer Blockchain-Technologie. Der wohl größte Unterschied besteht darin, dass die maximale Menge auf 21 Millionen Coins begrenzt ist. Das macht den Bitcoin knapp und resistent gegen eine Inflation. Aufgrund von großen Rechenleistungen sind die Transaktionen in der Regel langsamer und teurer als bei modernen Krypto-Netzwerken. Der Bitcoin wurde lange Zeit als „digitales Gold“ bezeichnet, da viele Investoren ihn als langfristige Wertanlage sehen. Zuletzt geriet die Bitcoin-Rally aber ein wenig ins Stocken. Der Bitcoin fiel von 122.000 US-Dollar im Oktober 2025 auf knapp 60.000 US-Dollar im Juni 2026.

Bitcoin Cash (BCH)

Im Jahr 2017 wurde durch „Hard Fork“ mit Bitcoin Cash (BCH) eine eigenständige digitale Währung geschaffen. Durch eine höhere maximale Blockgröße (8 MB), können mehr Transaktionen pro Sekunde verarbeitet werden. Dadurch sind die Transaktionen schneller und günstiger als bei Bitcoin. Das Ziel war es damals, ein Zahlungsmittel für den alltäglichen Gebrauch zu entwickeln.

Dennoch gibt es weiterhin Ähnlichkeiten zum Bitcoin. Technisch gesehen basiert Bitcoin Cash auf der Codebasis vom klassischen Bitcoin und auch die Gesamtmenge der Coins ist genau wie beim großen Bruder auf 21 Millionen begrenzt.

Ethereum (ETH)

Ethereum wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Hier kam es zu einer kleinen Revolution, denn die Blockchain-Idee wurde komplett neu erfunden. Ethereum wurde als Plattform für dezentrale Zahlungen entwickelt. Hier kommen die Smart Contracts zum Tragen. Dabei handelt es sich um Programme, die automatisch ausgeführt werden. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Transaktions- und Rechengebühren im Netzwerk werden als „Gas Fees“ bezeichnet. Nach einer Änderung werden neue Ethereum-Blöcke nicht mehr durch Rechenleistung erstellt, sondern durch Stakes. Dadurch wurde der Energieverbrauch deutlich verringert.

Litecoin (LTC)

Litecoin wurde bereits im Jahr 2011 von Charlie Lee entwickelt. Der Coin ist sehr eng mit Bitcoin verbunden, da er auf der ursprünglichen Bitcoin-Codebasis basiert. Häufig auch als „Silber zum Gold des Bitcoins“ bezeichnet, kann ein neuer Block innerhalb von weniger als 3 Minuten erzeugt werden. Dadurch sind schnellere Transaktionen möglich als beim Bitcoin.

Die Gesamtmenge an Litecoin beträgt 84 Millionen und ist daher mehr als viermal so viel wie beim Bitcoin. Von Krypto-Experten wird Litecoin aufgrund der Eigenschaften als eher konservative Kryptowährung gesehen.

Kryptowährungen aufbewahren und handeln

Kryptowährungen werden digital in Wallets aufbewahrt. Sie existieren nicht physisch und auch immer seltener auf einem Gerät, sondern werden in einer Blockchain gespeichert. Das Wallet besteht aus einem Public Key, welcher in etwa vergleichbar mit einer Kontonummer ist, und einem Private Key, welcher Besitz beweist und Transaktionen erlaubt. Unterschieden wird inHot Wallets (Online-Wallets) und Cold-Wallets (offline Wallets).

Hot Wallets zeichnen sich durch Bequemlichkeit, schnelle Zugänglichkeit und die Möglichkeit aus, aktiven Handel zu betreiben. Die Vorteile von Cold Wallets bestehen darin, dass sie sehr sicher gegen Hackerangriffe sind und sich ideal für eine langfristige Aufbewahrung erweisen. In der Regel werden Sticks oder eine Form von Festplatten genutzt. Die größte Gefahr besteht darin, dass man diese verliert oder mitunter Zugangscodes vergisst.

Gehandelt werden die meisten Kryptowährungen auf zentralisierten Börsen. Beliebte Beispiele sind Binance, Coinbase und Kraken. Der Ablauf ist relativ simpel. Zunächst zahlen die Nutzer ein und kaufen sich von diesem Geld Kryptowährungen. Dazu gibt es dezentrale Börsen, wie Uniswap für Ethereum und PancakeSwap. Hier handeln die Nutzer direkt über die Blockchain.

Und so läuft ein typischer Kauf ab

1. Zunächst registrieren sich Nutzer bei einer Börse.

2. Im Anschluss zahlen sie Geld ein und kaufen eine oder mehrere Kryptowährungen.

3. Danach werden die Coins entweder in der Wallet der Börse gespeichert oder in eine eigene Wallet übertragen.

So läuft ein Transfer von Kryptowährungen

1. Nutzer geben die Adresse des Empfängers ein.

2. Die Wallet des Senders signiert die Transaktion mit einem privaten Schlüssel.

3. Das Netzwerk prüft die Signatur und bestätigt diese.

4. Im Anschluss wird die Transaktion in die Blockchain geschrieben.

5. Der Transfer ist abgeschlossen.

Die größten Unterschiede

Unterschiede gibt es vor allem bei der Nutzung. Während Bitcoin in der Regel als Wertspeicher und Zahlungsnetzwerk gesehen wird, wird Ripple oftmals für internationale Überweisungen genutzt. Solana zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeiten und sehr niedrige Gebühren aus. Ethereum überzeugt dagegen durch eine Plattform für Smart Contracts und dezentrale Apps. Darüber hinaus gibt es Unterschiede bei der Dezentralisierung. Bitcoin gilt als sehr dezentral, Ethereum ist im mittleren Bereich angeordnet. Solana und Ripple sind im unteren Bereich angesiedelt.

Auch beim Angebot gibt es deutliche Unterschiede. Wie bereits im oberen Teil erwähnt, ist der Bitcoin fix auf 21 Millionen Coins begrenzt. Bei Ethereum gibt es kein fixes Limit. Bei Solana und Cardano existieren feste Emissionsmodelle, aber keine Beschränkung wie beim Bitcoin. Unterschiede bestehen ebenfalls in der Verbreitung. Während die bekanntesten Kryptowährungen in diversen Online Shops und Casinos mit Kryptowährungen vertreten sind, sind weniger bekannte Währungen nur sehr selten außerhalb der typischen Krypto-Bubble zu finden.

Gemeinsamkeiten

Alle wichtigen Kryptowährungen basieren auf einer Blockchain-Technologie. Das heißt, dass alle Transaktionen in Blöcken gesichert werden. Des Weiteren agieren die Kryptowährungen losgelöst von Banken, Regierungen und Unternehmen. Dies nennt sich in der Fachsprache Dezentralisierung. Des Weiteren werden alle Coins kryptografisch gesichert. Dadurch sind sichere Transaktionen und Besitznachweise erst möglich. Zudem sind direkte Transaktionen rund um die Uhr mit allen Kryptowährungen verfügbar.