Neue Partnerschaft: myflexbox integriert Gepäckaufbewahrung in Paketstationen
Am 29. Januar 2026 gaben der Paketstationsbetreiber myflexbox und die Gepäckaufbewahrungsplattform Qeepl eine umfassende Partnerschaft bekannt. Diese Kooperation zielt darauf ab, die urbane Mobilität durch die Integration neuer Dienstleistungen in bestehende Infrastrukturen zu erweitern. Konkret ermöglicht die Zusammenarbeit ab sofort die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen des myflexbox-Netzwerks in Deutschland. Durch die Verknüpfung der physischen Standorte von myflexbox mit der Buchungssoftware von Qeepl entsteht ein Service, der Reisenden und Pendlern das kurzzeitige Einlagern von Taschen und Koffern abseits klassischer Bahnhöfe oder Hotels erlaubt.
Neue Infrastruktur für die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen
Inhaltsverzeichnis
Die Partnerschaft zwischen dem in Salzburg ansässigen Unternehmen myflexbox und dem in Delaware registrierten Dienstleister Qeepl markiert einen funktionalen Wandel in der Nutzung urbaner Logistikflächen. Während Paketstationen primär für den Empfang und Versand von Warensendungen konzipiert wurden, öffnet myflexbox sein Netzwerk nun für drittverwendungsfähige Szenarien. Die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen stellt dabei den ersten großen Schritt in Richtung einer multifunktionalen Nutzung der Metallfächer dar.
Das Konzept sieht vor, dass die bestehende Dichte der myflexbox-Standorte genutzt wird, um Touristen und Geschäftsreisenden Wege zu ersparen. Anstatt Gepäckstücke zentral am Hauptbahnhof oder im gebuchten Hotel zu deponieren, können Nutzer nun dezentrale Knotenpunkte in Wohngebieten oder an Verkehrsknotenpunkten verwenden. Dieser Ansatz folgt der Logik der „Last Mile“, wird hier jedoch auf die persönlichen Gegenstände von Passanten angewendet. Jonathan Grothaus, CEO und Gründer von myflexbox, betont in diesem Zusammenhang, dass die Stationen als multifunktionale Werkzeuge für die Stadt weiterentwickelt werden sollen. Die physische Hardware bleibt dabei identisch, lediglich die Softwaresteuerung wird angepasst, um Fächer für einen definierten Zeitraum zu blockieren und freizugeben.
Technischer Ablauf und digitale Buchungsprozesse
Der Zugriff auf die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen erfolgt vollständig digital und kontaktlos. Der Prozess unterscheidet sich technisch kaum von der Abholung eines Pakets, beinhaltet jedoch einen vorgeschalteten Reservierungsschritt. Interessenten nutzen die App oder die Webseite von Qeepl, um verfügbare Kapazitäten in ihrer Umgebung zu prüfen. Die Plattform zeigt dabei Standorte an, die über freie Fächer in der passenden Größe verfügen. Nach der Buchung erhält der Kunde einen QR-Code.
Dieser QR-Code dient als digitaler Schlüssel vor Ort. Am Display der myflexbox-Station wird der Code gescannt, woraufhin sich das zugewiesene Fach öffnet. Nach dem Einlegen des Gepäcks wird das Fach verschlossen. Die Abholung erfolgt analog durch erneutes Scannen des Codes. Roman Saulin, CEO von Qeepl, verweist auf die Sicherheitsstandards und die sofortige Verfügbarkeit als Kernmerkmale des Angebots. Im Gegensatz zu bedienten Gepäckschaltern in Geschäften oder Hotels ist die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen nicht an die Anwesenheit von Personal gebunden. Dies ermöglicht in den meisten Fällen eine Nutzung rund um die Uhr, abhängig vom Aufstellungsort der jeweiligen Station.
Strategische Bedeutung für die urbane Mobilität
Für die Anbieterseite bedeutet die Kooperation eine Effizienzsteigerung der bestehenden Assets. Paketstationen unterliegen tageszeitlichen Schwankungen in der Auslastung. Durch die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen kann Leerraum monetarisiert werden, ohne den primären Logistikbetrieb zu stören. Die offene Software-Architektur von myflexbox erlaubt es externen Partnern wie Qeepl, sich über Schnittstellen an das System anzubinden. Dies bestätigt den Ansatz von myflexbox, sich nicht nur als Logistikdienstleister, sondern als offene Plattform für diverse Smart-City-Lösungen zu positionieren.
Für den Endnutzer adressiert das Angebot ein bekanntes Problem im Städtetourismus und bei Geschäftsreisen. Oftmals liegen zwischen der Ankunft in einer Stadt und dem Check-in im Hotel oder zwischen dem Check-out und der Abreise mehrere Stunden. Das Mitführen von Reisegepäck schränkt die Bewegungsfreiheit in dieser Zeit erheblich ein. Klassische Schließfächer sind oft rar gesät, defekt oder nur an zentralen Bahnhöfen zu finden. Die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen bringt diese Dienstleistung näher an den Aufenthaltsort des Nutzers, beispielsweise in die Nähe von Sehenswürdigkeiten oder Geschäftszentren.
Markterweiterung und Wettbewerbsumfeld
Qeepl ist bereits in über 1.200 Städten weltweit aktiv und nutzte bisher vorwiegend Partnerschaften mit lokalen Geschäften und Hotels, um Lagerflächen anzubieten. Die Expansion auf automatisierte Automaten durch die Zusammenarbeit mit myflexbox stellt eine Skalierung des Geschäftsmodells dar, die weniger personalintensiv ist. Für myflexbox, das führende anbieteroffene Netzwerk im DACH-Raum, ist dies ein Beweis für die Vielseitigkeit der eigenen Hardware.
Die Verfügbarkeit der Gepäckaufbewahrung in Paketstationen startet in Deutschland und nutzt die etablierte Infrastruktur. Da myflexbox seine Stationen oft an gut frequentierten Orten wie Tankstellen, Supermärkten oder Wohnanlagen platziert, ist eine Grundabdeckung in vielen Ballungsräumen bereits zum Starttermin gegeben. Dies unterscheidet das Angebot von Start-ups, die erst eigene Automaten aufstellen müssen. Die Sicherheit der eingelagerten Gegenstände wird durch die robuste Bauweise der Paketstationen sowie die digitale Nachverfolgbarkeit der Öffnungsvorgänge gewährleistet.
Rolle der Technologie in der modernen Stadtentwicklung
Die Einführung dieser Dienstleistung zeigt, wie Software-Integrationen den Nutzen von Stadtmöbeln verändern können. Eine reine Stahlbox wird durch die Anbindung an eine Buchungsplattform zum temporären Lagerraum. Experten im Bereich Smart City sehen in solchen multifunktionalen Ansätzen die Zukunft der städtischen Versorgung. Die Reduktion von Wegen – beispielsweise der Wegfall der Fahrt zum Hauptbahnhof nur zur Gepäckabgabe – trägt zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs bei.
Die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen ist somit mehr als nur ein Komfortgewinn für Reisende; sie ist ein Baustein effizienterer Stadtlogistik. Die beiden Unternehmen planen, den Service basierend auf den Nutzungsdaten weiter zu optimieren. Da die Buchung in Echtzeit erfolgt, können Kapazitäten dynamisch verwaltet werden. Ist eine Station durch Pakete voll belegt, wird sie für die Gepäckaufbewahrung temporär nicht angezeigt, um Konflikte mit dem Kerngeschäft der Paketzustellung zu vermeiden.
Perspektiven für vernetzte Dienstleistungen
Der Start der Kooperation ist ein Indikator dafür, dass die Grenzen zwischen Logistik, Reisebranche und Dienstleistungswirtschaft zunehmend verschwimmen. Die Gepäckaufbewahrung in Paketstationen könnte als Blaupause für weitere Services dienen, wie etwa die Übergabe von Schlüsseln für Ferienwohnungen oder den Austausch von Waren zwischen Privatpersonen über dieselbe Infrastruktur. Die technische Basis hierfür ist durch die offene API-Struktur von myflexbox gelegt. Mit der Implementierung des Qeepl-Services in das myflexbox-Netzwerk wird die Vision einer Stadt unterstützt, in der Infrastruktur nicht nur einem einzigen Zweck dient, sondern sich flexibel den Bedürfnissen der Bewohner und Besucher anpasst.
Faktenbox
| Eckdaten zur Kooperation myflexbox & Qeepl | |
|---|---|
| Beteiligte Unternehmen | myflexbox (Salzburg), Qeepl (Delaware) |
| Startdatum des Services | 29. Januar 2026 |
| Verfügbarkeit | Ab sofort an myflexbox Standorten in Deutschland |
| Zugangstechnologie | Buchung via App/Web, Öffnung per QR-Code |
| Besonderheit | Kontaktlos, 24/7 (standortabhängig), multifunktionale Nutzung |
| Zielgruppe | Touristen, Geschäftsreisende, Tagesbesucher |