Podcast: Die Brennenstuhl D2C Strategie – Tradition trifft auf Amazon Advertising
Im Rahmen des diesjährigen Amazon Sales Kongresses in Marburg stand die digitale Neuausrichtung des Traditionsunternehmens Hugo Brennenstuhl im Mittelpunkt. In einer Live-Session sprach Host Florian Vette mit Marc Bauer, Head of Digital Business & Marketing, über die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation. Kernthema des Austauschs war die Brennenstuhl D2C Strategie, die exemplarisch aufzeigt, wie ein etablierter Hardware-Hersteller klassische Vertriebswege mit modernen E-Commerce-Ansätzen verknüpft.
Transformation und Produktfokus im Online-Handel
Inhaltsverzeichnis
Die Implementierung einer direkten Endkundenansprache erfordert bei Traditionsunternehmen oft einen kulturellen Wandel. Marc Bauer erläuterte, wie er Elemente einer „Digital-First-DNA“, inspiriert von jungen Marken wie Snocks, in die internen Strukturen integriert. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Brennenstuhl D2C Strategie ist dabei die Selektion des passenden Sortiments. Produkte wie Steckdosenleisten eignen sich hervorragend für den Online-Vertrieb, da sie funktional sind und niedrige Retourenquoten aufweisen. Gleichzeitig liegt ein Fokus auf der Bewertung zukünftiger Marktplätze, um die Marke dort zu platzieren, wo die Kundenreise beginnt.
Advertising-Mix: Von PPC zu Prime Video Ads
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der Optimierung der Werbebudgets. Angesichts steigender Klickpreise (PPC) setzt das Unternehmen auf eine diversifizierte Werbeplanung. Die Brennenstuhl D2C Strategie zielt darauf ab, die Markenbekanntheit durch Upper-Funnel-Maßnahmen zu steigern, während die Ausgaben für Sponsored Ads effizient gesteuert werden. Bauer berichtete über den Einsatz der Amazon Demand Side Platform (DSP) und neuer Formate wie Prime Video Ads. Werbeschaltungen in reichweitenstarken Umfeldern, etwa während des Champions-League-Finales, zeigten dabei messbare Effekte auf die Markenwahrnehmung.
Direkter Kundenkontakt als Innovationsmotor
Der vielleicht nachhaltigste Aspekt des Direct-to-Consumer-Ansatzes ist der Rückkanal vom Kunden zum Hersteller. Im Gegensatz zum mehrstufigen Vertrieb ermöglicht der Direktverkauf den Zugriff auf ungefiltertes Feedback. Marc Bauer erklärte, dass die Brennenstuhl D2C Strategie gezielt interne Prozesse etabliert hat, um Kundenmeinungen für die Produktentwicklung zu nutzen. Erkenntnisse aus dem direkten Kontakt fließen somit unmittelbar in die Verbesserung des Sortiments ein, was langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sichert.
Impulse aus dem Fachpublikum
Den Abschluss der Session bildete eine Fragerunde, die das breite Interesse der Branche an der Brennenstuhl D2C Strategie verdeutlichte. Josef Kronthaler von Einhell erkundigte sich nach den wichtigsten „Game Changern“ der Transformation, während Andreas Lotz (Electrolux & AEG) das Potenzial von Influencer-Marketing im Sicherheitsbereich hinterfragte. Auch der Umgang mit dem klassischen Einzelhandel wurde thematisiert: Maximilian Kulas (ESN & More Nutrition) fragte gezielt nach dem Feedback der Retailer auf den neuen D2C-Kurs. Der Austausch zeigte, dass die Verbindung von Tradition und digitaler Strategie ein zentrales Thema für den modernen Mittelstand bleibt.
Faktenbox
| Key Facts zur Session | |
|---|---|
| Event & Speaker | Amazon Sales Kongress Marburg | Marc Bauer & Florian Vette |
| Kernthema | Digitale Transformation & D2C-Strategie im Mittelstand |
| Marketing-Kanäle | Amazon PPC, DSP, Prime Video Ads (Brand Awareness) |
| Produktstrategie | Fokus auf E-Commerce-taugliche Produkte (z.B. Steckdosenleisten), Nutzung von Kundenfeedback für R&D |
| Gäste-Fragen | Einhell, Electrolux & AEG, ESN (Themen: Influencer, Retail-Feedback) |
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