37 Tonnen Kunst und wilde Tiere: Das waren die ungewöhnlichsten DHL-Lieferungen 2025

Während der Alltag des weltweit führenden Logistikanbieters DHL Group meist von Paketen mit Büchern, Elektronik oder Kleidung geprägt ist, stechen am Ende eines Geschäftsjahres stets einige logistische Großprojekte hervor. Das Jahr 2025 bildete hierbei keine Ausnahme. In einem aktuellen Rückblick präsentierte das Unternehmen eine Zusammenstellung der komplexesten und emotionalsten Transporte der vergangenen zwölf Monate. Die Liste der ungewöhnlichen DHL-Lieferungen 2025 reicht von umfangreichen Tierschutzaktionen über globale Kunstinstallationen bis hin zu wertvollen Sport-Memorabilien, die unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen um die Welt reisten.

Ungewöhnliche DHL-Lieferungen 2025: Bären, Paviane & Formel 1
Ungewöhnliche DHL-Lieferungen 2025: Bären, Paviane & Formel 1

Tierschutzlogistik: Bergbongo-Antilopen auf dem Weg nach Kenia

Eine der logistisch anspruchsvollsten Aufgaben im Bereich der ungewöhnlichen DHL-Lieferungen 2025 war der Transport von 17 seltenen Bergbongo-Antilopen im Februar. Diese Tierart ist massiv vom Aussterben bedroht, da in freier Wildbahn mittlerweile weniger als 100 Exemplare existieren. Die Mission hatte das Ziel, die Population in ihrer ursprünglichen Heimat zu stärken.

Die Reise erstreckte sich über eine Distanz von 13.000 Kilometern. Der Startpunkt lag in einer spezialisierten Hilfseinrichtung für Artenschutz in Loxahatchee im US-Bundesstaat Florida. Das Ziel war ein geschütztes Wildtierreservat an den Hängen des Mount Kenya, dem zweithöchsten Bergmassiv des afrikanischen Kontinents. Die Tiere sind Nachfahren von Bongos, die bereits in den 1970er-Jahren aus Kenia umgesiedelt wurden, und kehren nun in den Lebensraum ihrer Vorfahren zurück.

Um den Transport für die empfindlichen Tiere so stressfrei wie möglich zu gestalten, setzte das Logistikunternehmen einen Sonderflug an. Dabei kamen speziell für diesen Zweck angefertigte Transportboxen einer Tierschutzorganisation zum Einsatz. Während des gesamten Fluges wurden die Antilopen von einem Tierarzt sowie zwei Bongo-Spezialisten medizinisch und fachlich betreut. In ihrer neuen Umgebung sollen sich die Tiere sicher fortpflanzen, damit ihre Nachkommen eines Tages wieder vollständig in den Wäldern des Mount Kenya ausgewildert werden können.

Ein Helm schreibt Motorsportgeschichte

Ein weiteres Highlight unter den ungewöhnlichen DHL-Lieferungen 2025 war ein Projekt, das die Herzen von Motorsportfans weltweit berührte. Im März beförderte das Unternehmen einen einzigartigen Rennhelm über mehrere Kontinente, um Unterschriften aller 20 noch lebenden Formel-1-Weltmeister zu sammeln. Der Helm entwickelte sich durch diese Aktion zu einem bedeutenden Stück Zeitgeschichte des Motorsports.

Besondere emotionale Relevanz erhielt das Objekt durch die Signatur von Michael Schumacher. Der siebenmalige Weltmeister hat sich seit seinem schweren Skiunfall im Jahr 2013 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seine Ehefrau Corinna unterstützte ihn dabei, die Initialen „M.S.“ auf dem Helm zu verewigen.

Die Logistik hinter dieser Aktion erforderte präzise Planung und hohe Sicherheitsvorkehrungen, da der Helm zu den jeweiligen Wohnorten der Legenden transportiert werden musste. Die Route umfasste unter anderem Stationen auf Ibiza, in London sowie in der brasilianischen Hauptstadt Brasília. Initiator der Aktion war Sir Jackie Stewart, der dreifache Formel-1-Weltmeister, der die Wohltätigkeitsorganisation „Race Against Dementia“ gründete. Eine Nachbildung des Helms wurde verlost, wobei der Erlös der Demenzforschung zugutekam – ein Thema, das Stewart aufgrund der Erkrankung seiner eigenen Frau sehr am Herzen liegt.

37 Tonnen Kunst auf Welttournee

Nicht nur Einzelsendungen, sondern auch massive Frachtmengen gehörten zu den ungewöhnlichen DHL-Lieferungen 2025. Im Juni koordinierte das Unternehmen den Transport der bekannten „United Buddy Bears“ von Deutschland nach Asien. Insgesamt 151 der jeweils zwei Meter großen Bärenskulpturen aus Fiberglas wurden von Wustermark bei Berlin bis nach Singapur verfrachtet.

Das Projekt, das bereits 2002 ins Leben gerufen wurde, steht symbolisch für Völkerverständigung, Frieden und Toleranz. Jeder Bär wurde von einem Künstler eines anderen Landes individuell gestaltet und repräsentiert die Kultur der jeweiligen Nation. Für den Logistiker bedeutete dies eine Herausforderung, da es sich um wertvolle Unikate handelte.

Die gesamte Lieferung wog 37 Tonnen und musste eine Strecke von rund 10.000 Kilometern zurücklegen. Die Logistikkette kombinierte dabei Straßen- und Seetransport. Zunächst wurden die Skulpturen auf Lastkraftwagen verladen und zum Hamburger Hafen gebracht. Von dort aus traten die acht Seecontainer ihre Reise per Schiff nach Singapur an. In dem asiatischen Stadtstaat wurden die Bären anschließend für zwei Monate ausgestellt, um ihre Botschaft weiterzutragen.

Rettung für Pavian Saadoon

Im November 2025 stand erneut ein Tiertransport im Fokus, der sich jedoch stark von der Antilopen-Umsiedlung unterschied. Es handelte sich um die individuelle Rettung eines jungen Pavians namens Saadoon. Das Tier wurde an Bord eines Fluges von Bahrain nach Dschibuti in Ostafrika gebracht.

Der Hintergrund dieses Transports war ernst: Saadoon war ein Opfer des illegalen Wildtierhandels. Er wurde 2024 im Alter von nur drei Monaten in Bahrain gefunden – einem Land, in dem Paviane nicht heimisch sind. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in einem kritischen Zustand und war ausgesetzt worden. Nach über einem Jahr Pflege durch eine Tierschutzorganisation benötigte der Primat einen Lebensraum, der seiner Spezies entspricht. Das Klima und das Ökosystem in Dschibuti boten hierfür die idealen Voraussetzungen.

Für den Flug von Muharraq nach Dschibuti kamen spezielle Transportboxen zum Einsatz, und eine tierärztliche Betreuung sorgte für die Minimierung von Stress während der Reise. Nach der Landung wurde Saadoon in eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Auffangstation gebracht, wo er nun mit einem weiblichen Artgenossen zusammenlebt. Dies ist für das Sozialleben der intelligenten Tiere essenziell. Langfristig besteht die Hoffnung, dass er nach der Eingewöhnung in Freiheit leben kann.

Logistik für den südamerikanischen Fußball

Den Abschluss der Liste der ungewöhnlichen DHL-Lieferungen 2025 bildet ein Objekt von hohem sportlichem Wert. Im November transportierte der Logistiker die Trophäe der CONMEBOL Libertadores, des wichtigsten Vereinsfußballwettbewerbs in Südamerika, vergleichbar mit der UEFA Champions League in Europa.

Die Reise des Pokals begann am Sitz des Verbandes in Luque, Paraguay, und führte nach Lima in Peru, dem Austragungsort des Finales am 29. November. Da Millionen Fans das Turnier verfolgen, war die Sicherheit der etwa einen Meter hohen Trophäe oberstes Gebot. Sie wurde in einer maßgefertigten Metallbox mit Sicherheitsschloss transportiert. Die Mitarbeiter des Logistikunternehmens durften den Pokal ausschließlich mit Handschuhen berühren, um den Glanz des Metalls nicht zu beeinträchtigen.

Selbst während des Transports sorgte die (verschlossene) Box für Aufsehen, und Fans versammelten sich für Fotos. Pünktlich zum Finale, einem rein brasilianischen Duell zwischen Flamengo Rio de Janeiro und Palmeiras São Paulo, erreichte die Trophäe ihr Ziel. Flamengo konnte sich den Titel und damit den begehrten Pokal sichern.

Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass moderne Logistik weit mehr umfasst als den Standardversand. Ob lebende Tiere, tonnenschwere Kunst oder unersetzliche Unikate – die ungewöhnlichen DHL-Lieferungen 2025 verdeutlichen die Komplexität globaler Lieferketten.

Faktenbox

Ungewöhnliche DHL-Lieferungen 2025: Bären, Paviane & Formel 1

Bergbongo-AntilopenTransport von 17 Tieren über 13.000 km von Florida (USA) nach Kenia zur Arterhaltung.
Formel-1-HelmWeltreise eines Helms für Unterschriften von 20 Weltmeistern, inkl. Michael Schumacher, zugunsten der Demenzforschung.
United Buddy Bears37 Tonnen schwere Kunstfracht (151 Skulpturen) von Berlin via Hamburg nach Singapur.
Pavian „Saadoon“Rettung eines Opfers illegalen Wildtierhandels; Flugtransport von Bahrain in eine Auffangstation in Dschibuti.
Libertadores TrophäeSicherheitslogistik für den wichtigsten südamerikanischen Fußballpokal von Paraguay zum Finale in Peru.