KI erobert die Geschenkesuche: Jeder Dritte nutzt ChatGPT & Co. zu Weihnachten
Das Weihnachtsfest im Jahr 2025 steht im Zeichen technologischer Neuerungen und eines gespaltenen Konsumverhaltens. Wie eine aktuelle Erhebung zeigt, lassen sich die Deutschen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten die Festlaune nicht verderben. Dabei spielen Weihnachtsausgaben 2025 und KI-Trends eine immer wichtigere Rolle bei der Planung und Durchführung der Feiertage.
Die Art und Weise, wie in Deutschland Weihnachten gefeiert und vorbereitet wird, unterliegt einem stetigen Wandel. Besonders im Jahr 2025 zeichnet sich eine deutliche Veränderung durch den Einfluss digitaler Assistenten ab. Laut einer aktuellen Studie von NIQ nutzen immer mehr Verbraucher generative Künstliche Intelligenz für die Inspiration bei der Geschenkesuche. Gleichzeitig offenbaren die Daten eine tiefe Spaltung im Ausgabeverhalten der Bevölkerung, die zwischen Sparsamkeit und einer erhöhten Investitionsbereitschaft pendelt.
Weihnachtsausgaben 2025 und KI-Trends im Überblick
Inhaltsverzeichnis
Die allgemeine Stimmungslage im Land ist trotz diverser Krisen überraschend positiv. Eine überwältigende Mehrheit von 82 Prozent der Befragten gibt an, sich das Weihnachtsfest nicht durch die äußeren Umstände verderben lassen zu wollen. Dennoch herrscht bei einem großen Teil der Konsumenten Unsicherheit. Rund 40 Prozent konnten zum Befragungszeitpunkt im November noch keine verlässliche Aussage darüber treffen, wie hoch ihr Budget für Geschenke in diesem Jahr tatsächlich ausfallen wird.
Werden die konkreten Zahlen betrachtet, so planen die Bürger durchschnittliche Ausgaben in Höhe von 366 Euro pro Person ein. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dar, als der Wert rückblickend bei 350 Euro lag. Dieser statistische Anstieg der Weihnachtsausgaben 2025 und KI-Trends als neuer Einflussfaktor bedeuten jedoch nicht, dass alle Deutschen gleichermaßen mehr konsumieren. Vielmehr zeigt sich eine Polarisierung: Während viele Haushalte den Gürtel enger schnallen müssen oder wollen, plant eine andere Gruppe, ihr Budget so signifikant zu erhöhen, dass der Gesamtdurchschnitt nach oben gezogen wird. Es öffnet sich eine Schere zwischen ausgeprägtem Sparverhalten auf der einen und steigender Ausgabebereitschaft auf der anderen Seite.
Familien als Motor des Weihnachtskonsums
Ein detaillierter Blick auf die demografischen Daten verdeutlicht, wer die Haupttreiber der Umsätze sind. Weihnachten bleibt primär ein Fest für Kinder, was sich massiv in den geplanten Budgets niederschlägt. Familien mit Kindern bis 15 Jahre kalkulieren im Schnitt mit 512 Euro für Geschenke. Dies entspricht einem Wert, der rund 72 Prozent über dem Budget von Personen ohne Kinder liegt, welche lediglich 298 Euro einplanen. Während kinderlose Haushalte ihre Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht um ein Prozent senken, planen Familien ein Plus von zwölf Prozent ein.
Auch zwischen den Geschlechtern lassen sich Unterschiede feststellen. Männer beabsichtigen, im Jahr 2025 durchschnittlich 419 Euro auszugeben, was einer Steigerung von fünf Prozent entspricht. Frauen hingegen planen mit 306 Euro (+1 Prozent) deutlich konservativer. Experten führen diesen vergrößerten Abstand unter anderem darauf zurück, dass Männer in vielen Haushalten weiterhin einen Großteil der Familienausgaben tragen und Familien insgesamt ihre Budgets erhöhen.
Nachhaltigkeit und Second Hand gewinnen an Bedeutung
Parallel zur Entwicklung der Weihnachtsausgaben 2025 und KI-Trends etabliert sich ein Bewusstsein für nachhaltigen Konsum. Der Kauf von gebrauchten oder professionell aufbereiteten Produkten („Refurbished“) ist längst kein Nischenphänomen mehr. Bereits 30 Prozent der Deutschen ziehen in Erwägung, Second-Hand-Waren zu verschenken. Dieser Trend wird maßgeblich von jüngeren Generationen getragen. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen liegt die Akzeptanz bei 46 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 39 Prozent.
Interessant ist hierbei die hohe Offenheit von Familien. 45 Prozent der Haushalte mit Kindern planen Second-Hand-Geschenke, während es bei kinderlosen Haushalten nur 24 Prozent sind. Dies ist nicht zwingend eine Frage des Einkommens, sondern oft eine bewusste Entscheidung. Für Familien, die ohnehin mit hohen Gesamtausgaben konfrontiert sind, bietet der Gebrauchtmarkt eine Möglichkeit zur Kostenkontrolle, ohne Abstriche bei der Menge oder Qualität der Geschenke machen zu müssen. Zudem spielt der Nachhaltigkeitsaspekt für viele junge Eltern eine zentrale Rolle. Die gesellschaftliche Akzeptanz für gebrauchte Geschenke, insbesondere bei Spielwaren und Kinderartikeln, ist deutlich gestiegen.
Verschiebung der beliebtesten Geschenke-Kategorien
Bei der Wahl dessen, was unter den Baum gelegt wird, setzen die Deutschen auf Bewährtes, zeigen aber auch pragmatische Tendenzen. Lebensmittel und Getränke verteidigen ihren Spitzenplatz. 64 Prozent der Befragten planen, Präsente aus dieser Kategorie zu verschenken, seien es Pralinen, Wein oder andere Genussmittel.
Eine bemerkenswerte Dynamik zeigt sich auf dem zweiten Platz. Gekaufte Gutscheine für Waren und Geschäfte haben einen großen Sprung gemacht und sind von Rang 7 im Vorjahr auf Rang 2 aufgestiegen. 53 Prozent der Konsumenten wollen Gutscheine verschenken. Dies wird als Ausdruck von Pragmatismus in unsicheren Zeiten gewertet. Gutscheine erlauben eine bessere Budgetkontrolle als klassische Erlebnisgeschenke wie Reisen oder Restaurantbesuche, deren Kosten oft schwerer kalkulierbar sind und die in diesem Jahr an Bedeutung verlieren.
Auf den weiteren Plätzen folgen Spielzeug (52 Prozent), Bekleidung und Schuhe (50 Prozent) sowie Geldgeschenke (50 Prozent). Auch der Trend zum „Homeing“ bleibt bestehen: Produkte für das eigene Zuhause werden weiterhin gerne verschenkt, allerdings oft mit kleineren Budgets.
Sparen im Alltag und bei der Feier
Um die Geschenke finanzieren zu können, wird an anderer Stelle gespart. 57 Prozent der Befragten geben an, über die Feiertage weniger Aktivitäten außer Haus zu unternehmen. Restaurant-, Kino- oder Thermenbesuche werden zugunsten der häuslichen Feier gestrichen. Auch beim Festessen selbst wird der Rotstift angesetzt: Die Hälfte der Verbraucher will beim Essen und Trinken zu Hause sparen, indem sie auf teure Produkte wie exklusiven Wein oder teures Fleisch verzichtet. Zudem greifen fast 47 Prozent verstärkt zu Handelsmarken und Discounterartikeln statt zu klassischen Markenprodukten.
Die Rolle der Künstlichen Intelligenz
Ein gänzlich neuer Aspekt, der die Weihnachtsausgaben 2025 und KI-Trends verknüpft, ist der Einsatz generativer KI. 29 Prozent der Deutschen nutzen Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot als Inspirationsquelle für Geschenke. Besonders hoch ist die Nutzung bei jungen Erwachsenen: Fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen lässt sich von Algorithmen beraten.
Auch hier sind Familien Vorreiter. 44 Prozent der Menschen mit Kindern nutzen KI-Tools, im Vergleich zu nur 23 Prozent bei Personen ohne Kinder. Der Grund liegt oft im Zeitmanagement: Eltern stehen unter hohem Druck und müssen diverse Wünsche koordinieren. KI hilft dabei, schnell passende Vorschläge zu generieren, die sowohl den Interessen der Empfänger als auch dem verfügbaren Budget entsprechen. Zudem zeigt sich ein leichter Zusammenhang mit dem Bildungsniveau: Personen mit Abitur oder Hochschulabschluss greifen häufiger auf diese digitalen Helfer zurück als Personen mit anderen Bildungsabschlüssen.
Die Daten basieren auf dem NIQ eBUS, für den wöchentlich 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen zwischen 18 und 74 Jahren in Deutschland befragt werden. Der Erhebungszeitraum für die Weihnachtsstudie lag zwischen dem 13. und 17. November 2025.
Faktenbox
| Weihnachtsausgaben 2025 und KI-Trends | |
|---|---|
| Durchschnittliche Ausgaben pro Kopf | 366 Euro |
| Ausgaben Familien (mit Kindern) | 512 Euro |
| Ausgaben Personen ohne Kinder | 298 Euro |
| Nutzung von KI zur Geschenkesuche (Gesamt) | 29 Prozent |
| Nutzung von KI (18-29 Jahre) | 48 Prozent |
| Beliebteste Geschenkekategorie | Lebensmittel & Getränke (64%) |
| Aufsteiger des Jahres | Gutscheine (Platz 2) |
| Bereitschaft für Second-Hand-Geschenke | 30 Prozent |
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