KI im Einkaufsprozess: 69 % der Verbraucher nutzen bereits generative Modelle
Die Integration von Künstlicher Intelligenz in den Alltag der Menschen in Deutschland hat einen messbaren Stand erreicht. Eine aktuelle, repräsentative Untersuchung der GFU Consumer & Home Electronics GmbH, durchgeführt von YouGov unter 2.002 Teilnehmern, zeigt auf, wie der KI im Einkaufsprozess eine wachsende Bedeutung zukommt. Während generative KI-Modelle im Januar 2026 bereits von über zwei Dritteln der Befragten genutzt wurden, manifestiert sich dieser Trend nun verstärkt in konkreten Kaufentscheidungen.
📌 Auf einen Blick
Die aktuelle GFU-Studie belegt, dass 69 Prozent der Konsumenten generative KI zur Informationsbeschaffung einsetzen. Rund ein Viertel der Befragten nutzt bereits aktiv die KI im Einkaufsprozess für Produktrecherchen, wobei das Vertrauen in Preisvergleiche und Analysen stetig zunimmt.
Verbreitung von KI-Systemen in Deutschland
Inhaltsverzeichnis
Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen, dass KI-basierte Chatbots für einen Großteil der Bevölkerung zum Standardwerkzeug geworden sind. Über alle Altersgruppen hinweg geben 69 Prozent an, generative KI-Modelle zur gezielten Information zu verwenden. Im Kontext kommerzieller Entscheidungen wird deutlich, dass bereits heute 24 Prozent der Befragten digitale Assistenten für die Produktrecherche oder eine Kaufberatung heranziehen. Ein interessantes Detail der Erhebung ist die überdurchschnittliche Nutzung in der Altersgruppe der über 55-Jährigen, in der 29 Prozent auf diese Technologien zurückgreifen, um ihren KI im Einkaufsprozess zu unterstützen.
Funktionen der KI im Einkaufsprozess
Die Art und Weise, wie Konsumenten diese Werkzeuge einsetzen, unterliegt einem stetigen Wandel. Aktuell liegt der Schwerpunkt mit 70 Prozent bei den Nutzern auf dem Einholen von Informationen und Empfehlungen vor einem Erwerb. 64 Prozent nutzen die Technologie bereits für den Vergleich von Preisen, während 45 Prozent der Anwender Bewertungen durch die KI analysieren lassen.
Für die Zukunft prognostiziert die Studie eine Verschiebung der Prioritäten. Die Befragten gaben an, generative Modelle künftig noch stärker für spezifische Aufgaben wie die Angebotsprüfung (74 Prozent) und die detaillierte Analyse von Produktbewertungen (56 Prozent) einplanen zu wollen. Das allgemeine Einholen von Empfehlungen tritt mit 63 Prozent im Vergleich dazu leicht in den Hintergrund. Die KI im Einkaufsprozess entwickelt sich somit von einer reinen Inspirationsquelle hin zu einem funktionalen Werkzeug für Effizienz und Kostenkontrolle.
Demografie und bevorzugte Produktgruppen
Personen, die heute schon eine KI im Einkaufsprozess verwenden, weisen eine hohe Affinität zu technischen Produkten auf. Besonders häufig werden IT-Produkte wie Laptops, Tablets oder PCs online erworben (70 Prozent). An zweiter Stelle folgen Smartphones und Telekommunikationsgeräte mit 65 Prozent. Auch im Bereich der Haushaltskleingeräte, etwa bei Kaffeemaschinen oder Mixern, greifen 64 Prozent der KI-Nutzer auf digitale Unterstützung zurück. Diese Daten legen nahe, dass die Bereitschaft zur KI-Nutzung eng mit der Komplexität und der technischen Beschaffenheit der Produkte korreliert.
Akzeptanz und gesellschaftliche Einordnung
Das Verhältnis der Nutzer zu ihren digitalen Assistenten ist von einer hohen Beständigkeit geprägt. 73 Prozent der aktuellen Anwender beabsichtigen, künftig häufiger mit KI-Systemen zu interagieren. Für 53 Prozent der Nutzer würde der Wegfall dieser Assistenten einen spürbaren Verlust darstellen. Dabei wird die Technologie von 41 Prozent zeitweise sogar als Gesprächspartner wahrgenommen.
Die allgemeine Stimmung gegenüber der Technologie ist positiv: 88 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass generative KI-Modelle ein fester Bestandteil des Alltags werden. 63 Prozent sehen in der Entwicklung primär Chancen, und 62 Prozent erwarten eine Steigerung der Lebensqualität. Dennoch bleibt eine kritische Distanz bestehen. So äußern 72 Prozent Besorgnis über mögliche Fehlinformationen, und 80 Prozent fordern eine verstärkte gesellschaftliche Debatte über den Umgang mit KI.
Anforderungen an den Handel und Markenkommunikation
Für Unternehmen ergeben sich aus der zunehmenden Präsenz der KI im Einkaufsprozess neue strategische Notwendigkeiten. Da digitale Assistenten als Filter zwischen Marke und Konsument fungieren, gewinnt die Auffindbarkeit von Produktinformationen für Algorithmen an Bedeutung. Die Optimierung von Daten für KI-Systeme wird als eine der zentralen Herausforderungen für den Handel definiert. Hierbei rücken Transparenz und die Bereitstellung valider Daten in den Fokus, um den Anforderungen der automatisierten Entscheidungshilfe gerecht zu werden. Die Rolle der KI wird dabei weniger als Ersatz für menschliche Entscheidungen, sondern als unterstützendes Element im Sinne eines effizienten Sparringspartners gewertet.
Faktenbox
| Eckdaten der GFU-Studie 2026 | |
|---|---|
| Herausgeber | GFU Consumer & Home Electronics GmbH |
| Durchführung | YouGov (Repräsentative Umfrage) |
| Stichprobengröße | 2.002 Befragte in Deutschland |
| KI-Nutzung zur Information | 69 % (gesamt) / 29 % (über 55 Jahre) |
| Zentrale Anwendungsfelder | Preisvergleich (64 %), Recherche (70 %), Analyse (45 %) |
| Beliebteste KI-Kaufkategorien | IT-Produkte (70 %), Smartphones (65 %) |
| Gesellschaftliche Erwartung | 88 % erwarten KI als festen Alltagsbestandteil |
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