No-Gos bei Kleinanzeigen: Das ärgert Käufer und Verkäufer am meisten

Wer regelmäßig auf Online-Plattformen handelt, kennt sie: die typischen No-Gos bei Kleinanzeigen, die jeden Deal verderben können. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen zeigt, worüber sich Käufer und Verkäufer am meisten ärgern – und welche Verhaltensweisen für ein besseres Miteinander sorgen. Besonders Ghosting, ständiges Feilschen und spontane Absagen gehören zu den größten Ärgernissen im Online-Handel zwischen Privatpersonen.

No-Gos bei Kleinanzeigen: Das ärgert Käufer und Verkäufer am meisten
No-Gos bei Kleinanzeigen: Das ärgert Käufer und Verkäufer am meisten

Ghosting bleibt das häufigste No-Go bei Kleinanzeigen

69 Prozent der Befragten empfinden „Ghosting“, also das plötzliche Abbrechen der Kommunikation nach einer Einigung, als das größte No-Go bei Kleinanzeigen. Wer nach Preisabsprache einfach verschwindet, riskiert nicht nur den Deal, sondern auch seinen guten Ruf auf der Plattform.

Auf Platz zwei folgt hartnäckiges Feilschen: Jeder Zweite (50 Prozent) ärgert sich über Preisverhandlungen, obwohl der Artikel als Festpreisangebot eingestellt wurde. Auch spontane Absagen, bei denen ein Produkt kurzfristig an jemand anderen vergeben wird, empfinden 34 Prozent der Befragten als respektlos.

Ehrlichkeit zahlt sich bei Kleinanzeigen aus

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie: Ehrlichkeit ist entscheidend, um Vertrauen zu schaffen. 92 Prozent der Befragten haben Verständnis, wenn ein Kauf oder Verkauf aus nachvollziehbaren Gründen wie Krankheit oder einem Trauerfall abgesagt wird. Nur sieben Prozent stören sich an Verspätungen – vorausgesetzt, man informiert rechtzeitig.

Diese Zahlen zeigen, dass offene Kommunikation eines der besten Mittel ist, um Missverständnisse zu vermeiden und No-Gos bei Kleinanzeigen von Anfang an auszuschließen.

Freundlicher Umgang kann Preisvorteile bringen

Die YouGov-Erhebung zeigt außerdem, dass Freundlichkeit einen messbaren Einfluss auf die Preisverhandlung haben kann. 31 Prozent der Verkäufer sind bereit, beim Preis nachzugeben, wenn sie ihr Gegenüber sympathisch finden. Besonders großzügig werden Anbieter, wenn sie den Artikel schon länger online haben – 53 Prozent zeigen dann Preisflexibilität.

Wer also einen guten Eindruck hinterlässt, vermeidet nicht nur No-Gos bei Kleinanzeigen, sondern steigert auch seine Chancen auf ein echtes Schnäppchen.

Kommunikation schafft Vertrauen

Eine der wichtigsten Verhaltensregeln im Kleinanzeigen-Alltag: Auch nach dem Deal ist Kommunikation entscheidend. 77 Prozent der Befragten schätzen kurze Updates wie „Ich bringe es morgen zur Post“ oder „Das Paket ist unterwegs“. Fast zwei Drittel (63 Prozent) freuen sich über eine Rückmeldung nach Versand.

32 Prozent finden es zudem völlig in Ordnung, wenn Verkäufer nach einer positiven Bewertung fragen – solange der Ton höflich bleibt. Solche Gesten tragen dazu bei, dass weniger Missverständnisse entstehen und No-Gos bei Kleinanzeigen vermieden werden.

Kleine Gesten, große Wirkung

Neben der Kommunikation spielen kleine Aufmerksamkeiten eine positive Rolle. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten freut sich über kleine Beigaben wie Schokolade, Sticker oder Postkarten. Selbstgemachte Geschenke wie Kekse kommen bei 44 Prozent gut an, persönliche Grußworte bei 43 Prozent.

Doch auch hier gilt Zurückhaltung: Komplimente über Einrichtung oder Haustiere empfinden 37 Prozent als angenehm, während 32 Prozent sie als zu persönlich empfinden – eine feine Grenze zwischen Freundlichkeit und Unangemessenheit.

Generationsunterschiede bei No-Gos bei Kleinanzeigen

Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Während Millennials und Gen Z offener für Smalltalk und persönliche Kommunikation sind (42 bzw. 31 Prozent Zustimmung), empfinden Babyboomer genau das als störend. Nur 21 Prozent dieser Altersgruppe schätzen Smalltalk.

Auch bei Komplimenten zeigt sich ein Generationenunterschied: 51 Prozent der Millennials freuen sich darüber, während 39 Prozent der Babyboomer solche Bemerkungen ablehnen. Generation X liegt dazwischen – fast gleich viele begrüßen wie kritisieren persönliche Kommentare.

Damit wird klar: No-Gos bei Kleinanzeigen sind oft auch eine Frage des Alters und der digitalen Gewohnheiten.

Green Flags: So gelingen erfolgreiche Kleinanzeigen-Deals

Neben den No-Gos bei Kleinanzeigen gibt es auch klare „Green Flags“. 47 Prozent der Befragten schätzen Zuverlässigkeit, also das Einhalten von Terminen. 31 Prozent legen Wert auf schnelle Reaktionen innerhalb weniger Stunden. Für 34 Prozent spielen positive Bewertungen eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines Handelspartners.

Wer diese Verhaltensregeln beherzigt, sorgt für Vertrauen und positive Bewertungen – die beste Voraussetzung, um künftig problemlos auf Kleinanzeigen zu handeln.

Vertrauen statt Verdruss

Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich: Erfolgreiche Transaktionen hängen weniger vom Preis als vom Verhalten der Beteiligten ab. Wer höflich, zuverlässig und transparent agiert, vermeidet die typischen No-Gos bei Kleinanzeigen und sorgt für ein angenehmes Handelserlebnis.

Ein fairer Umgangston, offene Kommunikation und etwas Geduld bleiben damit die besten Strategien, um aus einer einfachen Anzeige einen erfolgreichen Deal zu machen.

Faktenbox

Fakten zur YouGov-Umfrage über No-Gos bei Kleinanzeigen
Größtes No-Go Ghosting – 69 % empfinden es als störend
Feilschen trotz Festpreis 50 % sehen das als unhöflich
Spontane Absagen 34 % ärgern sich über Blitzabsagen
Verständnis bei Absagen aus Gründen 92 % zeigen Verständnis bei Krankheit oder Trauerfall
Freundlichkeit lohnt sich 31 % gewähren Preisnachlass bei sympathischem Kontakt
Kleine Geschenke 55 % bewerten sie positiv
Befragungszeitraum 08.–10. September 2025, 2.044 Personen