Microsoft-Ausfall legt zahlreiche Dienste lahm – globale Cloud-Störung
Eine Woche nach dem großflächigen Ausfall der Amazon Web Services kam es nun auch bei Microsoft zu einer weitreichenden Störung. Der Microsoft-Ausfall am 29. Oktober 2025 legte zahlreiche Dienste des Software- und Cloud-Anbieters lahm. Besonders betroffen waren die Cloud-Plattform Microsoft Azure, die Büro- und Kollaborationslösungen Microsoft 365 sowie verschiedene Gaming- und Partnerdienste. Der Vorfall macht deutlich, wie anfällig zentralisierte IT-Infrastrukturen selbst bei global führenden Anbietern sein können.
Ursachen des Microsoft Ausfalls
Inhaltsverzeichnis
Der Microsoft Ausfall wurde laut offiziellen Angaben durch eine fehlerhafte Konfigurationsänderung innerhalb der Azure-Infrastruktur ausgelöst. Besonders betroffen war der Dienst Azure Front Door, ein globales Content- und Anwendungszustellnetzwerk von Microsoft. Ergänzend führten DNS-Probleme zu Ausfällen verschiedener Anwendungen. Microsoft reagierte mit einem Rollback auf die zuletzt als funktionierend bekannte Konfiguration.
Umfang und betroffene Bereiche
Der Microsoft Ausfall traf ein breites Spektrum an Diensten und Nutzern. Die Azure-Plattform war weltweit in mehreren Regionen betroffen, was zu massiven Einschränkungen bei Microsoft 365, Outlook, Teams, dem Gaming-Dienst Minecraft sowie Xbox führte. Auch Unternehmen und Behörden wurden massiv gestört: So meldeten etwa Fluggesellschaften wie Alaska Airlines und Air New Zealand Probleme bei Check-in-Systemen oder digitalen Bordpässen. Der Ausfall dauerte mehrere Stunden, wobei der Zeitraum der größten Wirkung etwa sechs bis acht Stunden betrug.
Folgen für Nutzer und Wirtschaft
Der Microsoft Ausfall hatte unmittelbare Folgen für Endkunden, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Mitarbeitende, die auf Microsoft 365-Dienste angewiesen waren, konnten nicht oder nur eingeschränkt arbeiten. Unternehmen erlitten Produktions- und Arbeitsausfälle, Verzögerungen bei Prozessen und potenzielle Umsatzeinbußen. Der Vorfall verdeutlicht die Risiken, die mit einer starken Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Anbietern verbunden sind. Zudem könnte das Ereignis für Anbieter und Unternehmen Anlass sein, ihre IT-Architektur auf Redundanz und Multi-Cloud-Strategien hin zu überdenken.
Faktenbox
| Kernfakten zum Microsoft Ausfall | |
|---|---|
| Auslöser | Fehlerhafte Konfigurationsänderung bei Azure Front Door / DNS-Probleme |
| Beginn | 29. Oktober 2025, etwa 16 Uhr UTC |
| Dauer | Mehrere Stunden; Hauptbeeinträchtigung etwa sechs bis acht Stunden |
| Betroffene Dienste | Azure, Microsoft 365, Xbox Live, Minecraft, zahlreiche Partnerunternehmen |
| Auswirkungen | Globale Ausfälle in verschiedenen Branchen: Luftfahrt, Einzelhandel, Behörden |
| Lehre | Erhöhte Abhängigkeit von wenigen Cloud-Anbietern; Bedarf an Redundanz |