Knuspr startet Upcycling-Kategorie im deutschen Lebensmittelhandel
Knuspr startet Upcycling-Kategorie und geht damit einen neuen Weg im nachhaltigen Online-Lebensmittelhandel. Der Online-Supermarkt führt als erster Lebensmittelhändler in Deutschland eine eigene Kategorie für Upcycling-Produkte ein. Zum Start stehen 57 Artikel bereit, die aus überschüssigen Rohstoffen, Nebenprodukten oder nicht genutzten Lebensmitteln hergestellt werden. Mit diesem Schritt will Knuspr Lebensmittelverschwendung reduzieren und Kunden nachhaltige Kaufentscheidungen erleichtern.
Upcycling: Lebensmittel erhalten ein zweites Leben
Inhaltsverzeichnis
Knuspr startet Upcycling-Kategorie, um das Prinzip des Upcyclings stärker in den Alltag zu integrieren. Beim Upcycling werden Rohstoffe, die in der Lebensmittelproduktion als Überschüsse oder Abfälle anfallen, zu neuen, hochwertigen Produkten verarbeitet. Beispiele sind Snacks und Müslis aus Brauereitrebern, Saucen aus nicht verkaufsfähigem Gemüse oder Getränke aus Reststoffen. Das Verfahren senkt Abfälle, schont Ressourcen und verringert die Umweltbelastung der Lebensmittelproduktion.
Exklusives Sortiment mit regionalen Partnern
Zum Start umfasst die Upcycling-Kategorie 57 Produkte, rund die Hälfte davon ist exklusiv bei Knuspr erhältlich. Das Sortiment reicht von Suppen aus überschüssigem Gemüse über Backwaren aus Altbrot regionaler Bäckereien bis hin zu veganem „Dönerfleisch“ auf Sonnenblumenbasis. Auch handgemachte Konserven und Snacks aus Nebenprodukten der Bierherstellung sind Teil des Angebots. Alle Artikel sind im Webshop und in der Knuspr-App mit dem Label „Upcycling“ gekennzeichnet.
Nachhaltigkeit als strategischer Schwerpunkt
„Nachhaltigkeit ist seit jeher ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie“, sagt Knuspr-Geschäftsführer Olin Novák. Ziel sei es, Kunden praktische Wege zu bieten, um beim Einkauf bewusstere Entscheidungen zu treffen. Knuspr startet Upcycling-Kategorie, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren, lokale Produzenten zu unterstützen und innovative Produkte in den Handel zu bringen.
Kooperation mit TransFoodMission
Die neue Kategorie wurde in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen TransFoodMission entwickelt. Die Muttergesellschaft Rohlik führte das Konzept bereits 2024 in Tschechien ein. Dort wurden innerhalb von vier Monaten 7,3 Tonnen Lebensmittel gerettet, 51 Tonnen CO₂ eingespart und ein Umsatz von 120.000 Euro erzielt. Auch eigens entwickelte Produkte wie Bier aus überschüssigem Brot oder Protein-Eis aus Kürbiskernmehl sollen künftig in Deutschland eingeführt werden.
Wachsende Bedeutung von Upcycling-Lebensmitteln
Der Markt für Upcycling-Lebensmittel wächst rasant. 2021 betrug er weltweit 53,7 Milliarden US-Dollar, bis 2031 wird ein Anstieg auf 97 Milliarden US-Dollar prognostiziert. In den USA führte ein offizielles Upcycling-Siegel bereits zu einem Nachfrageboom: 70 Prozent der Konsumenten achten gezielt auf solche Produkte, 62 Prozent sind bereit, mehr dafür zu bezahlen.
Auch in Deutschland besteht erhebliches Potenzial. Laut Umweltbundesamt fielen 2022 entlang der Lebensmittelversorgungskette 10,8 Millionen Tonnen Abfälle an. Davon stammen 58 Prozent aus privaten Haushalten, sieben Prozent entfallen auf den Handel. Mit der Entscheidung, dass Knuspr Upcycling-Kategorie startet, setzt das Unternehmen ein Zeichen für mehr Verantwortung im Lebensmittelhandel.
Angebot soll weiter wachsen
Knuspr startet Upcycling-Kategorie nicht nur als kurzfristige Aktion, sondern plant den kontinuierlichen Ausbau des Sortiments. Künftig sollen weitere innovative Produkte folgen, die in Zusammenarbeit mit Partnern oder innerhalb der Rohlik-Gruppe entwickelt werden. Ziel ist es, nachhaltige Alternativen dauerhaft zu etablieren und Lebensmittelabfälle langfristig zu reduzieren.
Faktenbox
| Knuspr startet Upcycling-Kategorie – Wichtige Fakten | |
|---|---|
| Startdatum | 30. September 2025 |
| Produkte zum Launch | 57 Artikel, ca. 50 % exklusiv bei Knuspr |
| Kooperationspartner | TransFoodMission (Ungarn) |
| Erfolgszahlen Tschechien | 7,3 t Lebensmittel gerettet, 51 t CO₂ eingespart, 120.000 € Umsatz in 4 Monaten |
| Marktpotenzial weltweit | 53,7 Mrd. USD (2021) → 97 Mrd. USD (2031 Prognose) |
| Lebensmittelabfälle Deutschland | 10,8 Mio. t (2022), davon 7 % Handel |