Neuer Kommunikationskanal: Kaufland setzt auf RCS
Kaufland setzt auf RCS und führt damit als erster Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland einen neuen Kommunikationskanal ein. Kunden können künftig Angebote und Informationen direkt in ihrer Nachrichten-App empfangen – ganz ohne zusätzliche Messenger-Konten oder Social-Media-Profile.
Kaufland setzt auf RCS für breitere Kundenansprache
Inhaltsverzeichnis
Seit dem 26. August 2025 steht Kaufland-Kunden die Möglichkeit offen, Updates und Prospekte über RCS (Rich Communication Service) zu erhalten. Die Technologie wird von modernen Android- und iOS-Geräten unterstützt und bietet Funktionen, die über die klassische SMS hinausgehen. Dazu zählen Gruppenchats, Bilder, Videos, Gifs und Sprachnachrichten.
Um den Service zu nutzen, genügt es, die eigene Mobilnummer anzugeben. Ein separates Konto bei WhatsApp, Telegram oder anderen Plattformen ist nicht erforderlich. Damit setzt Kaufland auf RCS als Ergänzung zu den bestehenden Kanälen wie WhatsApp, Instagram und Co.
Hintergrund: RCS ersetzt klassische SMS
RCS gilt als Nachfolger der SMS und wird über das Datenvolumen des Mobilfunktarifs abgerechnet, sofern das Smartphone RCS-fähig ist. Seit Herbst 2024 unterstützen sowohl Android- als auch Apple-Smartphones den Standard. Die Technologie soll langfristig eine einheitliche Kommunikationsbasis schaffen und die Reichweite von Unternehmen im direkten Kundendialog erhöhen.
Einige Mobilfunkanbieter unterstützen den Service derzeit noch nicht. In diesen Fällen können Kunden weiterhin auf alternative Messenger-Dienste wie WhatsApp, Telegram, Signal, Threema oder Viber zurückgreifen.
Kauflands Ziel: direkter Zugang zu allen Kunden
Laut Christoph Schneider, Geschäftsführer Marketing Deutschland bei Kaufland, verfolgt das Unternehmen mit dem Schritt das Ziel, allen Kunden das passende Kommunikationserlebnis zu bieten. Durch die Integration von RCS werde der bestehende Mix an Kanälen sinnvoll ergänzt.
Der entscheidende Vorteil: Kunden benötigen nur ihre Telefonnummer. Wer keinen Zugang zu sozialen Netzwerken oder keine zusätzliche Messenger-App installieren möchte, kann dennoch regelmäßig digitale Angebote und Informationen empfangen.
Kaufland setzt auf RCS im Wettbewerb um Aufmerksamkeit
Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ist die direkte Kundenansprache ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Viele Händler nutzen bereits WhatsApp-Services oder Social-Media-Plattformen, um aktuelle Angebote zu verbreiten. Kaufland geht mit RCS einen Schritt weiter und testet eine Technologie, die den Zugang zu einem breiteren Kundenkreis ermöglichen könnte.
Die Einführung fällt in eine Zeit, in der Unternehmen zunehmend auf Multichannel-Strategien setzen, um Kunden über verschiedene Kontaktpunkte zu erreichen. RCS könnte hier eine zentrale Rolle spielen, wenn sich der Standard bei den Mobilfunkanbietern und Endkunden durchsetzt.
Ausblick: Potenzial und offene Fragen
Ob RCS langfristig als Standard im Handel etabliert wird, hängt von mehreren Faktoren ab: der technischen Unterstützung durch Netzbetreiber, der Akzeptanz bei den Kunden und dem Mehrwert im Vergleich zu etablierten Plattformen.
Kaufland setzt auf RCS, um frühzeitig Erfahrungen zu sammeln und die Reichweite seiner digitalen Services zu erweitern. Sollte sich die Technologie durchsetzen, könnten weitere Händler nachziehen und RCS in ihre Kommunikationsstrategien aufnehmen.
Faktenbox
| Kaufland setzt auf RCS – wichtigste Fakten | |
|---|---|
| Einführung | 26. August 2025 |
| Unterstützte Geräte | Android- und iOS-Smartphones ab Herbst 2024 |
| Funktionen | Text, Gruppenchat, Bilder, Videos, Gifs, Sprachnachrichten |
| Voraussetzung | Angabe der Mobilnummer, kein Social-Media-Konto nötig |
| Alternative Kanäle | WhatsApp, Telegram, Signal, Threema, Viber |