Prime Day 2025 Umsatzprognose: Zwei Black Fridays in vier Tagen
Der diesjährige Prime Day markiert einen neuen Höhepunkt im US-amerikanischen Onlinehandel. Laut Adobe Analytics soll der Prime Day 2025 Umsatzprognose zufolge ein Rekordniveau erreichen: Zwischen dem 8. und 11. Juli sollen Verbraucher 23,8 Milliarden US-Dollar im E-Commerce ausgeben – das entspricht dem Doppelten des Umsatzes eines durchschnittlichen Black Fridays.
Rekordumsätze durch längere Laufzeit und hohe Rabatte
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Amazon hat den Zeitraum seiner Sommer-Deals auf vier Tage verlängert – so lange wie nie zuvor. Gleichzeitig nutzen Wettbewerber wie Walmart und Target den Anlass für eigene Rabattaktionen. Adobe Analytics rechnet mit einem Umsatzwachstum von 28,4 % gegenüber dem Vorjahr. Damit würde das diesjährige Event 9,6 Milliarden US-Dollar mehr Umsatz generieren als Prime Day 2024.
Die Preise im E-Commerce befinden sich laut Adobe Digital Price Index seit 33 Monaten im Sinkflug. Das wirkt sich positiv auf die Nachfrage aus: Die Prime Day 2025 Umsatzprognose basiert nicht auf Preissteigerungen, sondern auf zusätzlichem Konsum.
Stärkere Rolle von BNPL und Social Influencern
Neben klassischen Preisnachlässen treiben auch neue Bezahlmethoden wie „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) das Geschäft. Adobe erwartet, dass BNPL während des Events einen Umsatzanteil von 8 % erreicht – rund 1,9 Milliarden US-Dollar.
Auch Social-Media-Influencer gewinnen an Relevanz: Ihr Anteil am Umsatz soll bei fast 20 % liegen, bei einer Konversionsrate, die laut Adobe zehnmal höher ist als bei allgemeinem Social-Media-Traffic.
Rabatte führen zu Käufen höherwertiger Produkte
Während der Prime-Day-Tage erwarten Analysten branchenübergreifend Rabatte zwischen 10 % und 24 %. Besonders hohe Preisnachlässe werden in den Kategorien Bekleidung (24 %), Elektronik (22 %) und Haushaltsgeräte (16 %) erwartet.
Ein Trend, den Adobe ebenfalls identifiziert hat: Verbraucher greifen zunehmend zu höherpreisigen Produkten. Im Vergleich zu normalen Jahreswerten könnte der Absatz teurer Elektronikartikel um 52 % steigen. Auch bei Sportartikeln (+32 %), Möbeln (+28 %) und Spielzeug (+18 %) wird ein Anstieg des durchschnittlichen Warenkorbwerts erwartet.
Back-to-School-Einkäufe als zusätzlicher Treiber
Die Prime Day 2025 Umsatzprognose wird zusätzlich durch den frühen Schuljahresbeginn in einigen US-Bundesstaaten befeuert. Adobe geht davon aus, dass Artikel wie Rucksäcke, Schulkleidung oder Bürobedarf gegenüber Juni um bis zu 225 % häufiger gekauft werden.
Auch Technikprodukte für Studierende, etwa Kopfhörer (+150 %), Computer (+140 %) oder Mikrowellen (+75 %), erleben einen Nachfrageanstieg.
Generative KI treibt Shopping-Traffic
Ein weiterer Aspekt der diesjährigen Prime Day 2025 Umsatzprognose ist der wachsende Einfluss generativer KI. Bereits im Weihnachtsgeschäft 2024 hatte Adobe eine Zunahme KI-generierter Seitenzugriffe um 1.300 % verzeichnet. Für den Prime Day 2025 erwartet man sogar ein Wachstum von 3.200 % im Vergleich zum Vorjahr.
Laut Adobe nutzen Konsumenten KI-gestützte Tools vor allem zur Produktsuche (55 %), für Empfehlungen (47 %) oder zur Schnäppchensuche (43 %). 92 % der befragten Nutzer gaben an, dass KI ihren Einkauf vereinfache – vor allem bei komplexeren Anschaffungen.
Prime Day als globaler Konjunkturmotor?
Sollte sich die Prime Day 2025 Umsatzprognose bestätigen, wird Amazons Sommeraktion endgültig zum zweiten Black Friday – mit Auswirkungen weit über den eigenen Marktplatz hinaus. Schon 2024 hatten andere Onlinehändler am zweiten Tag des Events rund 7 Milliarden US-Dollar Umsatz außerhalb von Amazon generiert.
Ob sich dieser Trend auch international ausweitet und ob Amazon künftig weitere Shopping-Events im Jahresverlauf etabliert, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Prime Day 2025 setzt neue Maßstäbe für den Onlinehandel.