Deloitte Gen Z and Millennial Survey 2025: Junge Generationen setzen auf Geld, Sinn und Wohlbefinden
Die 14. Ausgabe der Deloitte Gen Z and Millennial Survey untersucht die Einstellungen von mehr als 23.000 Befragten aus 44 Ländern. Im Zentrum stehen drei miteinander verknüpfte Schwerpunkte: finanzielle Sicherheit, Sinnhaftigkeit der Arbeit und mentales Wohlbefinden. Während Gen Z und Millennials weiter wachsen und bis 2030 den Großteil der globalen Erwerbsbevölkerung stellen dürften, zeigt die Studie grundlegende Veränderungen in ihrer Haltung zu Karriere, Führung und Technologie.
Deloitte Gen Z and Millennial Survey 2025
Inhaltsverzeichnis
Karriereziele: Lernen statt Aufstieg
Nur 6 % der Gen Z geben an, dass eine Führungsposition ihr oberstes Karriereziel sei. Stattdessen stehen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten ganz oben auf der Prioritätenliste. Zwar erwarten viele von ihren Führungskräften Unterstützung in diesen Bereichen, doch gibt es eine klare Lücke zwischen Wunsch und Realität: Nur rund ein Drittel fühlt sich in der Praxis tatsächlich gefördert oder inspiriert.
Zudem wird die Relevanz klassischer Bildung zunehmend infrage gestellt: Rund ein Viertel äußert Zweifel, ob Hochschulen ausreichend auf den Arbeitsmarkt vorbereiten.
GenAI: Chance und Risiko zugleich
Künstliche Intelligenz, insbesondere generative KI (GenAI), verändert laut der Befragten bereits jetzt den Arbeitsalltag. Drei Viertel von Gen Z (74 %) und Millennials (77 %) erwarten spürbare Auswirkungen innerhalb eines Jahres. Über die Hälfte nutzt GenAI bereits regelmäßig bei der Arbeit.
Während viele von besserer Arbeitsqualität und Work-Life-Balance durch GenAI sprechen, machen sich ebenso viele Sorgen um Jobverluste und die langfristige Arbeitsplatzsicherheit. Die Entwicklung sogenannter „weicher Fähigkeiten“ – wie Empathie oder Führung – wird daher als zentraler Erfolgsfaktor in einer von KI geprägten Arbeitswelt angesehen.
Geld, Sinn und mentale Gesundheit als Leitmotive
Die drei wichtigsten Entscheidungskriterien für die Karriere: Geld, Sinn und Wohlbefinden.
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- Finanzielle Unsicherheit ist stark gestiegen – 48 % der Gen Z und 46 % der Millennials fühlen sich nicht finanziell abgesichert.
- Ohne finanzielle Stabilität fehlt häufig auch das Gefühl von Sinn und psychischer Gesundheit.
- 89 % der Gen Z und 92 % der Millennials sagen, dass ein Gefühl von Sinnhaftigkeit ihre Arbeitszufriedenheit stark beeinflusst. Was genau als „Sinn“ gilt, ist individuell: Für manche bedeutet es gesellschaftlicher Beitrag, für andere finanzielle Unabhängigkeit oder persönliches Wachstum.
Unternehmen müssen umdenken
Die Ergebnisse des Deloitte Gen Z and Millennial Survey zeigen klar: Junge Generationen denken Arbeit neu. Sie streben nicht zwingend nach klassischen Karrieremustern, sondern suchen Lernmöglichkeiten, technologische Offenheit und eine Arbeitsumgebung, die mentale Gesundheit stärkt. Unternehmen sind gefragt, diese Entwicklungen ernst zu nehmen und ihre Strukturen entsprechend weiterzuentwickeln.