Nachhaltigkeit beim Einkaufen: Studie zeigt Generationen-Unterschiede
Eine aktuelle Untersuchung des Software-Unternehmens Akeneo gibt Aufschluss über die differenzierten Erwartungen verschiedener Altersgruppen an die Nachhaltigkeit beim Einkaufen. Während Millennials verstärkt proaktive Informationen zum ökologischen Fußabdruck fordern, etabliert sich bei der Generation Z der Recommerce als fester Standard. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Marken ihre Kommunikationsstrategien präzise auf die jeweilige Zielgruppe zuschneiden müssen, um langfristig Relevanz zu behalten.
📌 Auf einen Blick
Die Akeneo-Studie belegt deutliche Unterschiede bei der Nachhaltigkeit beim Einkaufen: Während 47 % der Millennials proaktive Daten fordern, treibt die Gen Z den Recommerce voran. 64 % der Babyboomer sehen Transparenz in der Lieferkette als zentralen Anker für Markenvertrauen.
Erwartungen der Millennials an ökologische Daten
Inhaltsverzeichnis
Die Gruppe der Millennials erweist sich in der Befragung als die aktivste Generation, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit beim Einkaufen geht. Exakt 47 Prozent dieser Käuferschicht erwarten von Marken eine eigenständige und proaktive Kommunikation ihres ökologischen Fußabdrucks. Weitere 28 Prozent möchten diese Informationen zumindest auf Nachfrage erhalten. Die Relevanz dieser Daten zeigt sich unmittelbar im Kaufverhalten: Fehlen konkrete Angaben zur Nachhaltigkeit beim Einkaufen, sehen 26 Prozent der Millennials von einem Erwerb ab. Bei fehlenden Informationen zu den verwendeten Produktmaterialien steigt dieser Wert sogar auf 39 Prozent an. Gleichzeitig verzeichnet fast die Hälfte dieser Zielgruppe ein gestiegenes Interesse an nachhaltigen Produkten und Angeboten aus dem Bereich des Wiederverkaufs.
Die Rolle von Recommerce für die Generation Z
Ein anderer Schwerpunkt zeigt sich bei der Generation Z. Hier rückt das Thema Recommerce massiv in den Fokus der Nachhaltigkeit beim Einkaufen. Für 16 Prozent der Vertreter dieser Generation ist die Verfügbarkeit von Optionen zum Wiederverkauf der entscheidende Faktor für eine nachhaltige Kaufentscheidung. Das Interesse an solchen Modellen ist bei der Hälfte der befragten Personen der Gen Z innerhalb des letzten Jahres weiter gewachsen.
Im direkten Vergleich zu den Millennials zeigen sich deutliche Unterschiede in der Erwartungshaltung: Während 31 Prozent der Gen Z konkrete Wiederverkaufsmöglichkeiten von Marken fordern, liegt dieser Wert bei den Millennials lediglich bei 18 Prozent. Für den Handel bedeutet dies, dass Secondhand-Optionen kein vorübergehender Trend sind, sondern ein dauerhafter Wandel im Bereich der Nachhaltigkeit beim Einkaufen. Dabei bleibt die Qualität der bereitgestellten Produktinformationen auch für gebrauchte Artikel eine Grundvoraussetzung für den Erfolg.Transparenz in der Lieferkette für Babyboomer
Die Generation der Babyboomer verfolgt einen pragmatischen Ansatz bezüglich der Nachhaltigkeit beim Einkaufen. Im Gegensatz zu den jüngeren Generationen steht die aktive Suche nach ökologischen Informationen für sie weniger im Vordergrund. Etwa 21 Prozent der Boomer geben an, diesen Aspekt beim Einkauf nicht zu priorisieren, was im Vergleich zu den Millennials (4 Prozent) und der Gen Z (6 Prozent) einen hohen Wert darstellt.
Dennoch spielt Transparenz eine wesentliche Rolle für die Bindung an ein Unternehmen. Für 64 Prozent der Babyboomer stärkt eine nachvollziehbare Kommunikation über die Lieferkette und soziale Standards ihr Vertrauen in eine Marke. Da diese Gruppe als kaufkräftig gilt, stellt die Transparenz in der Wertschöpfungskette einen wichtigen Hebel dar, um die Nachhaltigkeit beim Einkaufen für diese Zielgruppe greifbar und vertrauenswürdig zu gestalten.
Wirtschaftliche Relevanz präziser Produktinformationen
Für Unternehmen ergibt sich aus diesen Daten die Notwendigkeit, Produktdaten gezielt mit Informationen zur Nachhaltigkeit beim Einkaufen anzureichern. Max Henrychowski, General Manager bei Akeneo, betont, dass Nachhaltigkeit ein immer selbstverständlicherer Faktor bei der Kaufentscheidung wird. Die Herausforderung für Marken besteht darin, die unterschiedlichen Vorstellungen der Generationen zu bedienen. Wer Daten systematisch aufbereitet und über alle Kanäle hinweg konsistent ausspielt, kann die Erwartungen der Konsumenten erfüllen und sich in einem werteorientierten Marktumfeld einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die zugrunde liegende Studie basiert auf einer Befragung von 1.000 US-amerikanischen Konsumenten, die im Januar 2026 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse unterstreichen, dass eine zielgruppengerechte Aufbereitung von Informationen zur Nachhaltigkeit beim Einkaufen über den wirtschaftlichen Erfolg entscheiden kann.
Faktenbox
| Details zur Akeneo PX Pulse-Studie 2026 | |
|---|---|
| Befragungszeitraum | Januar 2026 |
| Teilnehmerzahl | 1.000 Konsumenten (USA, ab 18 Jahren) |
| Herausgeber | Akeneo (Durchführung durch Dynata) |
| Kernfokus Millennials | Proaktive Daten zum ökologischen Fußabdruck (47 %) |
| Kernfokus Gen Z | Recommerce und Wiederverkauf (31 % Erwartungshaltung) |
| Kernfokus Boomer | Transparenz der Lieferkette (64 % Vertrauensfaktor) |
| Kaufabbruchquote | 39 % (Millennials) bei fehlenden Materialangaben |
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