apo.com Geschäftszahlen 2025: Umsatzwachstum durch E-Rezept und Expansion
Die im Raum Leipzig ansässige apo.com Group hat am 17. Februar 2026 ihre vorläufigen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Der Bericht zeigt, dass der Online-Versender seinen Wachstumskurs fortgesetzt hat und den Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern konnte. Die veröffentlichten apo.com Geschäftszahlen 2025 weisen einen Umsatz von 375 Millionen Euro aus. Dies entspricht einer Steigerung von 10 Prozent gegenüber dem Jahr 2024, in dem das Unternehmen 340 Millionen Euro erwirtschaftete. Mit diesem Zuwachs liegt die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben über dem durchschnittlichen Niveau des Marktes. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung ist das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten, das im Jahresvergleich um rund 75 Prozent zulegte.
Die apo.com Group steigerte ihren vorläufigen Jahresumsatz auf 375 Millionen Euro (+10 %), wobei insbesondere das Rx-Segment durch die digitale Einlösung von E-Rezepten um 75 Prozent wuchs. Dank eines Automatisierungsgrades von 95 Prozent und der Expansion nach Brno verdoppelte das Unternehmen seine Kapazitäten für verschreibungspflichtige Arzneimittel auf 40.000 Packungen pro Tag.
Entwicklung im Segment der verschreibungspflichtigen Arzneimittel
Inhaltsverzeichnis
Ein detaillierter Blick auf die apo.com Geschäftszahlen 2025 verdeutlicht die zunehmende Relevanz des Rx-Segments für die Unternehmensgruppe. Das Wachstum in diesem Bereich wird maßgeblich durch die fortschreitende Digitalisierung des Gesundheitswesens beeinflusst. Seit der Einführung der CardLink-Technologie im Jahr 2024, welche die digitale Einlösung von E-Rezepten ermöglicht, verzeichnet das Unternehmen eine steigende Nachfrage nach verschreibungspflichtigen Produkten. Um diese Volumina bewältigen zu können, hat die Gruppe ihre internen Prozesse für die Rezeptbearbeitung angepasst und weiterentwickelt.
Im Jahr 2025 führte das Unternehmen zudem den sogenannten „E-Rezept Express“ ein. Dabei handelt es sich um einen digitalen Einlöseweg, der keine vorherige Installation einer App erfordert und direkt über die Webseiten der Online-Apothekenmarken wie apodiscounter.de oder apo.com nutzbar ist. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Zugang zu digitalen Rezeptdiensten zu vereinfachen, insbesondere für Gelegenheitsnutzer und ältere Menschen, für die komplexe App-Lösungen eine Barriere darstellen können. CEO Oliver Scheel betonte in diesem Kontext die Bedeutung niedrigschwelliger Zugänge, um eine zuverlässige Versorgung unabhängig von Wohnort und Mobilität zu gewährleisten.
Logistische Infrastruktur und Automatisierungsgrad
Die apo.com Geschäftszahlen 2025 basieren auf einer stark automatisierten logistischen Infrastruktur. Um das gestiegene Bestellaufkommen zu bewältigen, investierte das Unternehmen in technologische Lösungen und eigene Software. Im Berichtsjahr wurde die Kapazität für die Bearbeitung rezeptpflichtiger Produkte auf bis zu 40.000 Packungen pro Tag verdoppelt. Dies markiert den Abschluss der ersten Stufe eines Ausbauplans, der bis zum Jahr 2029 eine Vervierfachung der Gesamtkapazität vorsieht.
Der Automatisierungsgrad in den Logistikzentren ist bereits weit fortgeschritten. Rund 95 Prozent aller sogenannten Picks, also der Warenentnahmen aus dem Lager, erfolgen maschinell. Die Unternehmensplanung sieht vor, diesen Wert bis zum Jahr 2029 auf 98,5 Prozent zu erhöhen. Daniel Mühl, COO der Gruppe, weist darauf hin, dass der Betrieb des E-Rezept-Geschäfts in dieser Größenordnung spezifische technologische und regulatorische Anforderungen stellt. Die Logistik müsse sicherstellen, dass auch bei dynamisch steigender Nachfrage eine sichere Verarbeitung und schnelle Auslieferung gewährleistet bleibt.
Expansion des europäischen Standortnetzwerks
Neben den Umsatzerlösen spiegeln die apo.com Geschäftszahlen 2025 auch die geografische Erweiterung der Unternehmensaktivitäten wider. Im Sommer 2025 nahm die Gruppe einen neuen Apothekenstandort im tschechischen Brno in Betrieb. Dieser Standort verfügt über ein pharmazeutisches Servicezentrum und ergänzt die bestehenden Niederlassungen in Leipzig, Duiven (Niederlande) und Wroclaw (Polen). Die Wahl des Standortes Brno wird als strategischer Schritt beschrieben, um die pharmazeutischen Servicekapazitäten zu erhöhen und neue Perspektiven für die weitere Expansion in Europa zu eröffnen.
Die Gruppe beschäftigt insgesamt knapp 450 Mitarbeiter und betreibt über ihre zwei hochautomatisierten pharmazeutischen Logistikzentren verschiedene Online-Apothekenmarken. Das Sortiment in den insgesamt neun Webshops umfasst mehr als 75.000 verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Produkte. Zur Sicherstellung der Warenverfügbarkeit greift das Unternehmen auf ein Netzwerk von über 300 Herstellern in Europa zurück.
Strategische Ausrichtung und Kapazitätsplanung
Die aktuellen apo.com Geschäftszahlen 2025 sind Teil einer langfristigen Strategie, die auf Effizienz und Skalierbarkeit setzt. Oliver Scheel führt das Wachstum auf technologische Stärke und nachhaltige Investitionen zurück. Als drittgrößte Online-Apothekengruppe in Deutschland fokussiert sich das Unternehmen darauf, das Rezeptgeschäft skalierbar zu gestalten. Die im Jahr 2025 erreichte Verdopplung der Rx-Kapazitäten dient als Basis für zukünftiges Wachstum in einem sich digitalisierenden Marktumfeld. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Rezeptprozesse soll die operativen Voraussetzungen schaffen, um auch künftig steigende E-Rezept-Volumina zuverlässig zu bearbeiten. Durch die Kombination aus internationaler Standortverteilung und hohem Automatisierungsgrad positioniert sich die apo.com Group im Wettbewerb der europäischen Online-Apotheken.
Faktenbox
| Unternehmensdaten apo.com Group 2025 | |
|---|---|
| Gesamtumsatz 2025 | 375 Mio. Euro (vorläufig) |
| Umsatzwachstum gesamt | 10 Prozent gegenüber Vorjahr |
| Wachstum Rx-Sparte | Rund 75 Prozent |
| Standorte | Leipzig (DE), Duiven (NL), Wroclaw (PL), Brno (CZ) |
| Rx-Kapazität | Bis zu 40.000 Packungen/Tag |
| Automatisierungsgrad | 95 Prozent (Ziel 2029: 98,5 Prozent) |
| Mitarbeiterzahl | Knapp 450 |
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