Der Aufstieg einheitlicher Zahlungs- und Identitätsprüfungen im digitalen Handel
Der Checkout ist längst mehr als ein letzter Klick. Für Marktplätze und Plattformen entscheidet sich hier, ob Regulierung eingehalten wird, Betrug erkannt wird – und ob Kundinnen und Kunden den Kauf wirklich abschließen. Fragmentierte Zahlungs- und Identitätsprozesse geraten dabei zunehmend unter Druck.
Gleichzeitig steigen die Erwartungen. Käufer wollen reibungslose Abläufe, während Händler mit strengeren Vorgaben und wachsenden Risiken umgehen müssen. 2026 zeigt sich klar: Vereinheitlichung wird zur strategischen Aufgabe.
Fragmentierte Zahlungssysteme unter Druck
Inhaltsverzeichnis
Viele Plattformen sind historisch gewachsen. Unterschiedliche Zahlungsarten, separate Identitätsprüfungen und nationale Sonderlösungen treffen im Checkout aufeinander. Das verlangsamt Prozesse und erhöht die Fehleranfälligkeit.
Für Betreiber bedeutet das nicht nur höhere Kosten. Jede zusätzliche Weiterleitung oder manuelle Prüfung erhöht die Abbruchquote. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, Sicherheit zu schaffen, ohne den Kaufmoment zu zerstören.
Regulierung treibt Identitätsstandards
Mit PSD3 und der eIDAS‑2‑Verordnung rücken Zahlung und Identität regulatorisch enger zusammen. Plattformen müssen verlässlicher prüfen, wer zahlt – und unter welchen Bedingungen. Das gilt nicht nur für den klassischen Onlinehandel.
Ein Blick in stark regulierte Bereiche zeigt, wohin die Reise geht. So wird im Kontext neuer Glücksspielplattformen betont, dass Sicherheit und Zuverlässigkeit bei Zahlungsabwicklung und Altersprüfung zentrale Auswahlkriterien sind (https://esportsinsider.com/de/gluecksspiel/neue-online-casinos). Diese Logik lässt sich auf Marktplätze übertragen, die künftig ähnliche Prüfstandards konsistent abbilden müssen.
Technologisch verschiebt sich der Fokus auf integrierte Wallet‑ und Identitätslösungen. Prägen digitale Identitätswallets und KI‑gestütztes Risikomanagement bereits heute die Gestaltung moderner Checkouts.
Auswirkungen auf Marktplatz-Conversion
Sicherheit ist kein theoretisches Thema. Nach einer CRIF‑Studie waren 95 % der deutschen Online‑Händler im letzten Jahr von Betrug oder Betrugsversuchen betroffen. Für Plattformbetreiber wird einheitliches Risikomanagement damit zur betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit.
Gleichzeitig entscheidet die Umsetzung über Conversion. Einheitliche Prüfprozesse reduzieren Reibung, weil sie wiederkehrende Kunden erkennen und nur dort eingreifen, wo es nötig ist. Das senkt Abbrüche und schützt Umsätze.
Balance zwischen Sicherheit und Nutzererlebnis
Der Markt für Identitätsprüfung wächst dynamisch. Laut GlobalGrowthInsights steigt er von 7.031,5 Mio. USD 2024 auf voraussichtlich 7.847,16 Mio. USD 2025. Das zeigt, wie stark automatisierte Prüfungen in den digitalen Handel drängen.
Für Händler und Marktplätze bedeutet das vor allem eines: Integration statt Insellösungen. Wer Zahlung und Identität gemeinsam denkt, kann regulatorische Anforderungen erfüllen, Betrug senken und den Checkout schlank halten. Am Ende zählt nicht die Anzahl der Prüfungen, sondern wie unsichtbar sie für legitime Käufer bleiben.
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