Black Friday Werbeausgaben: Entwicklung 2025 und Verschiebungen im Media-Mix
Die aktuellen Nielsen-Daten zeigen deutliche Veränderungen in den Black Friday Werbeausgaben des Jahres 2025. Während der November traditionell zu den werbestärksten Monaten zählt, deuten die bisherigen Messwerte darauf hin, dass das Volumen in diesem Jahr unter den hohen Werten der beiden Vorjahre bleibt. Gleichzeitig zeigt sich ein klarer Trend: Das Fernsehen gewinnt erneut an Bedeutung und nimmt im November 2025 einen ungewöhnlich hohen Anteil der gesamten Werbeaktivitäten ein.

TV gewinnt stark an Bedeutung bei den Black Friday Werbeausgaben
Inhaltsverzeichnis
Die Entwicklung im TV-Bereich prägt die Black Friday Werbeausgaben 2025 besonders stark. Im November 2024 erreichten die TV-Ausgaben rund 33,8 Millionen Euro, nachdem 2023 noch etwa 27 Millionen Euro investiert wurden. Im bisherigen November 2025 liegen die TV-Werbeausgaben bereits bei rund 30,1 Millionen Euro und damit deutlich über dem Wert aus 2023, wenn auch noch unter der Gesamtsumme des Novembers 2024.
Bemerkenswert ist vor allem der Anteil des Fernsehens am gesamten Werbedruck: Rund 86 Prozent der bisher gemessenen November-Spendings entfallen 2025 auf TV. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag dieser Anteil bei etwa 55 Prozent. Die Zahlen unterstreichen, dass Unternehmen ihre Black Friday Werbeausgaben gezielter auf reichweitenstarke Formate bündeln und weniger breit über viele Kanäle streuen.
Weitere Kanäle verlieren an Volumen
Parallel zur stärkeren Konzentration auf TV zeigt sich, dass Radio, Print, Außenwerbung und digitale Kanäle mit ihren bisherigen Novemberwerten hinter den Vorjahresvolumina zurückbleiben. Dieser Rückgang bedeutet nicht, dass diese Kanäle an Relevanz verlieren, sondern dass Unternehmen ihre Kampagnen zeitlich und inhaltlich stärker verdichten und ihre Black Friday Werbeausgaben differenzierter planen.
Viele Unternehmen haben zudem bereits in den Wochen vor dem Black Friday verstärkt Kampagnen geschaltet. Dadurch verteilt sich der Werbedruck stärker über den gesamten Monat, statt sich ausschließlich auf die Black-Friday-Woche zu konzentrieren.
Entwicklung im Jahresvergleich
Der Vergleich zeigt, wie außergewöhnlich stark der November 2024 ausfiel: Die Bruttowerbeausgaben erreichten im vergangenen Jahr 61 Millionen Euro – ein Plus von 21,7 Prozent gegenüber 2023. Für den bisherigen November 2025 liegen die gemessenen Ausgaben bei rund 35 Millionen Euro, was darauf hinweist, dass der Monat insgesamt unter den Vorjahreswerten bleiben wird.
Die Entwicklung der Black Friday Werbeausgaben ist somit nicht allein auf eine schwächelnde Nachfrage zurückzuführen, sondern auch auf eine strategische Fokussierung. Marken setzen stärker auf effiziente Kanäle und präzise Ausspielung, statt auf Volumensteigerungen in der Breite.
Einschätzung der Nielsen-Analyse
Nielsen-Experte Andreas Meffert bewertet die diesjährigen Daten als deutlichen Hinweis auf veränderte Prioritäten im Media-Mix. Während der Gesamtmarkt 2025 voraussichtlich unter den hohen Werten früherer Jahre bleibt, zeigt sich im Fernsehen eine außergewöhnliche Dichte an Kampagnen. Damit verändern sich die Black Friday Werbeausgaben strukturell: weniger Breite, mehr Fokus auf Wirkung und selektive Kampagnensteuerung.
Unternehmen reagieren damit sowohl auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen als auch auf verändertes Konsumverhalten. Gleichzeitig passt sich die Planung von Jahresendkampagnen zunehmend an veränderte Markt- und Budgetstrukturen an.
Wie geht es zum Jahresende weiter?
Obwohl die Black Friday Werbeausgaben 2025 nicht an das Rekordniveau vergangener Jahre heranreichen, bleibt das Weihnachtsgeschäft eine wichtige Phase für den Werbemarkt. Es ist zu erwarten, dass einige Unternehmen ihre Budgets verstärkt auf Dezember und den Jahresendspurt ausrichten. Die Verschiebung hin zu TV dürfte sich fortsetzen, während digitale Formate im Rahmen zielgerichteter Kampagnen ebenfalls eine stabile Rolle behalten.
Faktenbox
| Wesentliche Fakten zu den Black Friday Werbeausgaben 2025 | |
|---|---|
| Gemessene Werbeausgaben bisher November 2025 | Rund 35 Millionen Euro laut Nielsen |
| Vergleich November 2024 | Gesamt 61 Millionen Euro; deutlich stärker als 2025 |
| Anteil TV an allen Werbeausgaben 2025 | Rund 86 Prozent des November-Werbedrucks |
| TV-Werbung bisher November 2025 | Rund 30,1 Millionen Euro |
| Entwicklung anderer Medien | Radio, Print, Plakat und Digital unter Vorjahresniveau |
| Strategischer Trend | Stärkere Fokussierung auf reichweitenstarke Kanäle |
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