Konsumklima November 2025 zeigt erneute Abkühlung
Das Konsumklima November 2025 setzt seinen Abwärtstrend fort. Verantwortlich dafür sind die deutlich gesunkenen Einkommenserwartungen der Verbraucher in Deutschland. Während die Konjunkturerwartungen und die Anschaffungsneigung leicht zulegen, bleibt die Sparneigung nahezu unverändert. Für November 2025 prognostiziert der Konsumklima-Indikator im Vergleich zum revidierten Wert von -22,5 Punkten einen Rückgang um weitere 1,6 Zähler auf -24,1 Punkte. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM, das seit Oktober 2023 gemeinsam von NIQ/GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) veröffentlicht wird.
Einkommenserwartungen brechen im November stark ein
Inhaltsverzeichnis
Den Hauptgrund für die erneute Eintrübung des Konsumklimas November 2025 liefert die Entwicklung der Einkommenserwartungen. Diese verlieren knapp 13 Zähler und sinken auf 2,3 Punkte – den niedrigsten Stand seit März 2025. Damit hat der Einkommensindikator seine deutlichen Zugewinne aus dem Vormonat vollständig eingebüßt.
„Die anhaltend angespannte geopolitische Lage, wachsende Inflationssorgen und zunehmende Ängste um den Arbeitsplatz lassen die Hoffnung auf eine kurzfristige Erholung schwinden“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM.
Die Schwäche bei den Einkommenserwartungen zeigt, dass sich viele Haushalte auf schwierige Monate einstellen. Steigende Lebenshaltungskosten und unsichere Zukunftsperspektiven dämpfen die Konsumfreude spürbar.
Anschaffungsneigung bleibt schwach
Trotz eines kleinen Zuwachses von 2,3 Zählern auf -9,3 Punkte verharrt die Anschaffungsneigung weiterhin auf niedrigem Niveau. Der leichte Anstieg kann den Rückgang im Konsumklima November 2025 kaum kompensieren. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Minus noch 4,6 Zähler.
Hohe Preise für Energie, Lebensmittel und Alltagsprodukte bremsen die Kaufbereitschaft weiterhin. Viele Verbraucher konzentrieren sich auf notwendige Ausgaben und vermeiden größere Anschaffungen. Damit bleibt der private Konsum eine Schwachstelle der wirtschaftlichen Entwicklung.
Konjunkturerwartung stabilisiert sich nach drei Rückgängen
Nach mehreren Monaten mit sinkenden Werten stoppt die Konjunkturstimmung im Konsumklima November 2025 ihren Abwärtstrend. Der Indikator für die Konjunkturerwartung steigt um 2,2 Zähler auf 0,8 Punkte und liegt damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Dennoch signalisiert das aktuelle Niveau keine deutliche wirtschaftliche Erholung. Laut Einschätzungen von Wirtschaftsexperten dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2026 um rund ein Prozent wachsen, nachdem für 2025 eine Stagnation erwartet wird. Damit bleibt die gesamtwirtschaftliche Lage angespannt, was sich auch in der Konsumstimmung widerspiegelt.
Geringe Kaufkraft bremst Konsumklima weiter
Das Konsumklima November 2025 verdeutlicht, wie stark die Einkommenserwartungen das Stimmungsbild der Verbraucher beeinflussen. Solange Haushalte von steigenden Preisen und Arbeitsplatzunsicherheit ausgehen, wird sich die Zurückhaltung beim Konsum fortsetzen.
Erst eine spürbare Entlastung bei Inflation und Energiepreisen könnte den Trend umkehren. Für den Einzelhandel bedeutet das, dass auch im Weihnachtsgeschäft keine deutliche Erholung zu erwarten ist. Vielmehr dürfte der private Konsum im Jahresendquartal weiterhin schwach bleiben.
Faktenbox
| Kernindikatoren zum Konsumklima November 2025 | |
|---|---|
| Konsumklima-Indikator (Prognose November 2025) | -24,1 Punkte (-1,6 Zähler gegenüber Vormonat) |
| Einkommenserwartung November 2025 | 2,3 Punkte (-12,9 Zähler gegenüber Vormonat) |
| Anschaffungsneigung November 2025 | -9,3 Punkte (+2,3 Zähler gegenüber Vormonat) |
| Konjunkturerwartung November 2025 | 0,8 Punkte (+2,2 Zähler gegenüber Vormonat) |