Vertrauen im Onlinehandel 2025: Studie zeigt Unsicherheit bei Verbrauchern

Die aktuelle Akeneo-Studie zeigt, dass das Vertrauen im Onlinehandel 2025 weiter auf der Kippe steht. Deutsche Verbraucher zweifeln zunehmend an der Glaubwürdigkeit von Produktinformationen auf großen Plattformen wie Amazon oder Zalando. Fehlende oder unvollständige Angaben führen nicht nur zu Kaufabbrüchen, sondern auch zu messbaren finanziellen Schäden für Händler und Hersteller.

Vertrauen im Onlinehandel 2025: Studie zeigt Unsicherheit bei Verbrauchern
Vertrauen im Onlinehandel 2025: Studie zeigt Unsicherheit bei Verbrauchern

Wachsende Skepsis der Konsumenten

Rund ein Drittel der deutschen Verbraucher startet seine Produktsuche nach wie vor auf großen Online-Marktplätzen. Doch nur 51 % halten die dort präsentierten Informationen für glaubwürdig. Dieser Wert verdeutlicht die Kluft zwischen der enormen Reichweite der Marktplätze und dem geringen Vertrauen, das Konsumenten ihnen entgegenbringen. Besonders kritisch werden fehlerhafte Angaben zu Produktspezifikationen, Verfügbarkeit oder Lieferzeiten bewertet.

Diese Unsicherheit hat spürbare Auswirkungen auf den Handel. Laut der Studie haben bereits 69 % der Befragten eine Bestellung abgebrochen, weil entscheidende Details fehlten oder nicht plausibel wirkten, ein Zeichen für fehlendes Vertrauen im Onlinehandel 2025. Händler verschenken dadurch Umsatz und riskieren gleichzeitig eine nachhaltige Beschädigung ihrer Kundenbeziehungen.

Produktinformationen als Kaufbarriere

Die Qualität von Produktinformationen entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für Kaufentscheidungen. Ein unvollständiges Datenblatt, widersprüchliche Angaben oder ein unklarer Lieferstatus können ausreichen, um Kunden vom Kauf abzuhalten. Im Durchschnitt führt dies zu 2,2 Retouren pro Verbraucher und Jahr, die direkt auf mangelhafte oder falsche Produktinformationen zurückzuführen sind. Für Händler entstehen dadurch erhebliche Kosten, sowohl im Logistikbereich als auch bei der Kundenbetreuung.

Die Studie weist darauf hin, dass diese Problematik nicht nur die unmittelbaren Transaktionen betrifft, sondern auch langfristige Auswirkungen auf die Markenwahrnehmung hat. Unternehmen, die regelmäßig mit unzureichenden Informationen auffallen, riskieren einen dauerhaften Vertrauensverlust.

Zahlungsbereitschaft steigt bei Transparenz

Neben Kaufabbrüchen zeigt die Studie auch positive Potenziale. Mehr als die Hälfte der Befragten wäre bereit, im Durchschnitt 24 % mehr für Produkte zu bezahlen, wenn die bereitgestellten Informationen vollständig, nachvollziehbar und konsistent wären. Damit wird deutlich: Investitionen in hochwertige Produktkommunikation zahlen sich nicht nur durch weniger Retouren, sondern auch durch höhere Margen aus.

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Besonders in wettbewerbsintensiven Märkten kann eine transparente Product Experience zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal werden. Händler, die klare, konsistente und leicht zugängliche Informationen bereitstellen, können sich von Wettbewerbern abheben und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit steigern.

Marktplätze dominieren, Vertrauen bleibt begrenzt

Mit einem Anteil von 42 % an den Onlinekäufen spielen Marktplätze in Deutschland nach wie vor eine führende Rolle. Doch die Diskrepanz zwischen ihrer Marktmacht und dem geringen Vertrauen der Verbraucher zeigt, dass Reichweite allein nicht genügt. Auch soziale Medien, die zunehmend als Inspirationsquelle und Shopping-Plattform dienen, schneiden beim Thema Glaubwürdigkeit schwach ab.

Für Händler bedeutet dies, dass eine reine Präsenz auf den großen Plattformen nicht automatisch den gewünschten Erfolg bringt. Entscheidend ist vielmehr, wie Produktinformationen dort präsentiert und gepflegt werden.

Internationale Perspektive: Ein globales Problem

Die Ergebnisse der Studie beschränken sich nicht auf Deutschland. Befragt wurden rund 1.800 Konsumenten in acht Ländern, darunter Frankreich, Schweden, Italien, Großbritannien, die USA und Australien. In allen Märkten zeigt sich ein ähnliches Muster: Konsumenten erwarten Transparenz und Konsistenz, sind jedoch häufig mit unvollständigen oder fehlerhaften Informationen konfrontiert – dadurch entsteht fehlendes Vertrauen im Onlinehandel 2025.

Besonders auffällig ist, dass die Skepsis gegenüber Plattformen global zunimmt, während die Erwartungen an Marken und Händler steigen. Verbraucher sind nicht mehr bereit, ungenaue Angaben hinzunehmen – unabhängig vom Markt oder Land.

Wirtschaftliche und strategische Folgen

Die Studie macht deutlich, dass Vertrauen im Onlinehandel 2025 zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird. Unternehmen, die in eine konsistente Product Experience investieren, können nicht nur die Abbruchquote senken, sondern auch langfristig Kunden binden. Fehlende Investitionen hingegen bedeuten steigende Kosten durch Retouren, sinkende Margen und den Verlust von Marktanteilen.

Für die Branche stellt sich die Frage, wie schnell Händler und Marken reagieren. Technologien wie Product Information Management (PIM) und KI-gestützte Datenpflege werden dabei als zentrale Werkzeuge betrachtet, um die wachsenden Anforderungen der Konsumenten zu erfüllen.

Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg

Das Vertrauen im Onlinehandel 2025 ist kein gegebenes Gut, sondern muss aktiv erarbeitet werden. Händler und Hersteller, die ihre Produktinformationen konsistent, nachvollziehbar und transparent gestalten, haben die Chance, nicht nur das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, sondern auch ihre Zahlungsbereitschaft zu erhöhen.

Die Studie zeigt klar: Vertrauen im Onlinehandel 2025 entsteht nicht durch Reichweite, sondern durch Verlässlichkeit. Damit wird die Qualität der Produktkommunikation zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren im digitalen Handel der kommenden Jahre.

Vertrauen im Onlinehandel 2025 – Kernergebnisse der Akeneo-Studie
Glaubwürdigkeit von Produktinfos auf Marktplätzen51 % der deutschen Verbraucher
Kaufabbrüche wegen fehlender oder unklarer Angaben69 % der Befragten
Zahlungsbereitschaft bei vollständigen Infos+24 % im Durchschnitt
Retouren durch mangelhafte Produktdaten2,2 pro Jahr und Verbraucher
Anteil der Marktplätze am Onlinehandel in Deutschland42 %
Stichprobe der Studie1.800 Konsumenten in 8 Ländern