Kartelluntersuchung Delivery Hero: Einigung mit EU-Kommission über 329-Millionen-Euro-Strafe erzielt
Die Kartelluntersuchung Delivery Hero ist abgeschlossen: Am 2. Juni 2025 teilte das Berliner Unternehmen mit, dass eine Einigung mit der Europäischen Kommission erzielt wurde. Gegenstand der Untersuchung waren mutmaßliche Absprachen zur Marktaufteilung, der Austausch wettbewerbsrelevanter Informationen sowie sogenannte No-Poach-Vereinbarungen mit dem Lieferdienst Glovo. Diese Vorgänge datieren auf die Zeit vor der Übernahme von Glovo durch Delivery Hero.
329 Mio. € Strafe – Rückstellung übertroffen, EBITDA bleibt stabil
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Die vereinbarte Strafe beläuft sich auf 329 Millionen Euro. Delivery Hero hatte bereits vorsorglich 400 Millionen Euro zurückgestellt. Die Differenz wird nun über Managementanpassungen aufgelöst und hat keinen Einfluss auf das bereinigte EBITDA des Unternehmens. Die Europäische Kommission würdigte bei der Bemessung der Strafe unter anderem eine geringere Intensität der untersuchten Sachverhalte in bestimmten Zeiträumen.
Volle Kooperation und Neuausrichtung auf Compliance
Während der gesamten Kartelluntersuchung Delivery Hero zeigte sich das Unternehmen kooperativ und unterstützt die Aufklärung aktiv. Mit dem Vergleich kann sich das Unternehmen wieder voll auf seine Geschäftsaktivitäten konzentrieren. Zugleich unterstreicht Delivery Hero seine Entschlossenheit, künftig noch stärker auf Regelkonformität und ethisches Handeln zu setzen.
Abschluss bringt Klarheit für Markt und Investoren
Mit dem Abschluss der Kartelluntersuchung ist für Delivery Hero und seine Stakeholder ein wichtiger Schritt zur rechtlichen Klärung erfolgt. Für Investoren bringt die Einigung Sicherheit – das Kapitel ist abgeschlossen, ohne die laufende Geschäftsentwicklung zu belasten.